Wirtschaft

Knaus Tabbert zurück in Gewinnzone – warum Vans boomen

War's das mit XXL-Wohnmobilen? Neue Knaus-Tabbert-Zahlen zeigen, warum Camper plötzlich lieber kleiner unterwegs sind.

12.05.2026, 14:50 Uhr

Beim Wohnwagen- und Wohnmobilhersteller Knaus Tabbert gibt es nach zwei Verlustjahren wieder Hoffnung auf bessere Zeiten. Im ersten Quartal schrieb das Unternehmen nach Angaben des Vorstands erneut schwarze Zahlen. Gleichzeitig gingen Umsatz und Verkaufszahlen weiter zurück.

Trotz sinkender Absatzzahlen wieder profitabel

Der Konzern aus Jandelsbrunn in Niederbayern erzielte in den ersten drei Monaten einen Nettogewinn von 3,8 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Verlust von 4,7 Millionen Euro zu Buche gestanden.

Der Konzernumsatz sank jedoch um mehr als 15 Prozent von knapp 296 Millionen Euro auf 249 Millionen Euro. Auch beim Absatz ging es weiter abwärts: Von Anfang Januar bis Ende März verkaufte Knaus Tabbert nur noch 5.190 Wohnwagen, Wohnmobile und Camper Vans – gut acht Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Während der Corona-Pandemie hatten Knaus Tabbert und andere Hersteller von Freizeitfahrzeugen noch von einer besonders hohen Nachfrage profitiert. Danach kühlte der Markt deutlich ab. Für das Jahr 2025 summierte sich der Verlust des Unternehmens auf knapp 37 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr hatte Knaus Tabbert zudem seinen Personalbestand deutlich reduziert.

Campingurlauber bevorzugen wieder kleinere Fahrzeuge

Die aktuellen Unternehmenszahlen deuten darauf hin, dass sich die Nachfrage auf dem Campingmarkt weiter verschiebt. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Wirtschaftsschwäche in Europa scheint der zwischenzeitliche Trend zu großen Wohnmobilen an Kraft zu verlieren.

Besonders deutlich zeigt sich das bei den Reisemobilen, also im Wesentlichen den klassischen Wohnmobilen: Deren Absatz brach im ersten Quartal um fast 30 Prozent auf nur noch 1.474 Fahrzeuge ein. Besser liefen dagegen Camper Vans, also kleinere Transporter mit Campingausbau. In diesem Segment stiegen die Verkäufe um knapp 19 Prozent auf 1.417 Fahrzeuge.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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