Wirtschaft

OpenAI-Chef sagt Börsengang dieses Jahr ab

OpenAI gilt als KI-Star schlechthin – doch ausgerechnet jetzt bremst Sam Altman den Mega-Börsengang. Warum der Hype kippt.

12.09.2026, 22:21 Uhr

OpenAI wird nach Angaben von Firmenchef Sam Altman in diesem Jahr nicht den lange erwarteten Schritt an die Börse machen. In einem Gespräch mit dem Magazin Fortune begründete er die Entscheidung vor allem mit der derzeit intensiven Diskussion über die Risiken besonders leistungsfähiger KI-Systeme. „Gerade jetzt wäre ein Börsengang keine kluge Entscheidung“, sagte Altman. Auf die Frage, ob auch 2026 noch ausgeschlossen sei, antwortete er: „Ich würde sagen: nicht 2026.“

ChatGPT hatte vor einigen Jahren den aktuellen Boom rund um Künstliche Intelligenz maßgeblich ausgelöst. Für OpenAI könnte ein Börsengang nicht nur Einnahmen in zweistelliger Milliardenhöhe bringen, sondern wohl auch eine sehr hohe Unternehmensbewertung. Die Pläne für eine Aktienplatzierung gibt es bereits seit längerer Zeit.

Wachsende Sorgen über KI-Risiken

Seit Wochen nimmt die Debatte über mögliche Gefahren von KI deutlich zu. Auslöser waren unter anderem Berichte über Hacking-Angriffe mithilfe von KI-Software, die sich in Tests eigenständig verhalten haben soll. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt die Diskussion durch den Rücktritt eines Forschers des KI-Unternehmens Anthropic, der mit scharfen Worten warnte. Jacob Coxon warf den großen KI-Entwicklern vor, unverantwortlich zu handeln und „mit unserem Leben zu spielen“.

Kurz darauf unterstützte auch der Anthropic-Forscher Evan Hubinger diese Bedenken. Hubinger, der sich mit der Frage beschäftigt, wie KI an menschlichen Interessen ausgerichtet werden kann, schrieb auf X, er schätze das Risiko, dass KI innerhalb des kommenden Jahrzehnts die Menschheit auslöschen könnte, auf mehr als zehn Prozent.

Gleichzeitig wächst in den USA der Widerstand gegen riesige Rechenzentren. Solche Anlagen gelten jedoch als zentrale Voraussetzung für KI-Unternehmen wie OpenAI, um ihre Technologien weiter auszubauen und ihr Geschäft zu vergrößern.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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