Wirtschaft

Preis-Panne bei Shell: Diesel plötzlich viel zu billig

Preis-Panne bei Shell: Wegen der neuen Spritregel blieb ein falscher Tankpreis stundenlang stehen – und Fahrer profitierten.

12.05.2026, 13:56 Uhr

Shell verkauft Diesel an Autobahnraststätten versehentlich zu niedrigem Preis

An zahlreichen Shell-Stationen an deutschen Autobahnen ist Diesel aufgrund eines Eingabefehlers deutlich günstiger angeboten worden als sonst üblich. Eine Sprecherin von Shell Deutschland in Hamburg erklärte, bei der manuellen Preiserfassung am Vortag gegen 12 Uhr sei ein Fehler passiert. Mehrere Medien hatten zuvor darüber berichtet.

Demnach wurde Diesel zeitweise für 1,849 Euro je Liter verkauft. Für Autobahntankstellen ist das ein ungewöhnlich niedriger Wert, weil die Kraftstoffpreise dort normalerweise klar über dem Niveau in Städten liegen. Nach Angaben des ADAC lag der bundesweite Durchschnittspreis für Diesel am Montag bei fast zwei Euro pro Liter.

Preis konnte nicht sofort angepasst werden

Wie Shell mitteilte, ließ sich die falsche Preisangabe nicht direkt zurücknehmen. Grund dafür sei die gesetzliche Vorgabe, wonach Tankstellen ihre Kraftstoffpreise nur einmal täglich um 12 Uhr anheben dürfen. Wie viele Standorte konkret betroffen waren, nannte das Unternehmen nicht.

Laut WDR wurde der vergünstigte Diesel unter anderem an Shell-Tankstellen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen angeboten. Daten aus der ADAC-App deuten zudem darauf hin, dass auch in vielen weiteren Bundesländern einzelne Stationen den niedrigen Preis angezeigt hatten. Erst am Dienstagmittag wurden die Preise dort wieder nach oben korrigiert.

Neue Spritpreisregel seit April

Die Regelung geht auf das sogenannte Österreich-Modell zurück, das von der schwarz-roten Koalition eingeführt wurde, um stärkere Preissprünge bei Benzin und Diesel nach dem Iran-Krieg zu begrenzen. Seit dem 1. April dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich, und zwar um 12 Uhr, erhöhen. Seitdem gilt der späte Vormittag meist als die günstigste Zeit zum Tanken.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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