Wirtschaft

KI boomt – doch beim Geld traut ihr kaum jemand

Handy zahlen boomt – doch bei KI für Geldanlagen herrscht Panik vor Betrug und Datenklau. Warum misstrauen so viele?

13.08.2026, 05:00 Uhr

Viele Menschen in Deutschland blicken Künstlicher Intelligenz grundsätzlich positiv entgegen. In einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des Kreditkartenanbieters Visa gaben 63 Prozent der 1.010 befragten Erwachsenen an, sich vorstellen zu können, bestimmte Aufgaben an einen KI-Agenten abzugeben.

Bei konkreten Einsatzbereichen zeigt sich jedoch deutliche Zurückhaltung. So würden 68 Prozent ihre Versicherungen oder Finanzprodukte eher nicht beziehungsweise keinesfalls von einer KI verwalten lassen. Noch größer ist die Skepsis bei der Geldanlage: 86 Prozent stehen Investitionen mit Unterstützung von KI, etwa durch einen Robo-Advisor, kritisch gegenüber.

Beim KI-gestützten Einkaufen ist den Befragten vor allem wichtig, dass solche Systeme keinen unkontrollierten Zugriff auf Zahlungsdaten erhalten. Das nannten 61 Prozent als zentrale Bedingung. 52 Prozent legen außerdem Wert darauf, dass persönliche Informationen weder gesammelt noch weitergegeben werden.

Vertrauen in digitales Bezahlen nimmt zu

Gleichzeitig wächst das Sicherheitsgefühl bei digitalen Bezahlverfahren. Laut der Erhebung halten inzwischen 55 Prozent der Menschen in Deutschland das Bezahlen mit dem Smartphone an der Kasse für sicher. Das entspricht einem Anstieg um sechs Prozentpunkte im Vergleich zu vor zwei Jahren.

Wer bereits mobil bezahlt, ist besonders entspannt: 83 Prozent dieser Nutzerinnen und Nutzer machen sich nach eigener Aussage kaum noch Sorgen um die Sicherheit des Bezahlvorgangs. 59 Prozent sagen zudem, dass sie früher deutlich skeptischer waren als heute.

Um sich vor Betrug zu schützen, prüfen fast drei Viertel der Befragten regelmäßig ihre Kontobewegungen. Ebenso viele setzen auf eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Darüber hinaus nutzen 55 Prozent biometrische Verfahren wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung, um sensible Zahlungsdaten zusätzlich abzusichern.

Die Umfrage wurde im Zeitraum vom 23. Juni bis 3. Juli durchgeführt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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