Frankreich erweitert Hilfen wegen hoher Spritpreise
Wegen der infolge der Spannungen im Nahen Osten deutlich gestiegenen Kraftstoffpreise baut Frankreich seine Unterstützung für Arbeitnehmer und mehrere Branchen aus. Wie die Regierung in Paris mitteilte, wird die Prämie von 100 Euro für Berufstätige, die für den Arbeitsweg auf ihr Auto angewiesen sind, auch in den Monaten Oktober bis Dezember erneut ausgezahlt. Zugleich wird die Einkommensgrenze angehoben, sodass künftig rund 5,5 Millionen Menschen anspruchsberechtigt sind statt bisher drei Millionen. Auch Pflegekräfte, die mit dem Auto zu ihren Patienten fahren, sollen die Unterstützung erhalten.
Darüber hinaus verlängert Frankreich wie bereits angekündigt die Zuschüsse für Landwirte, das Baugewerbe und die Fischerei bis zum Jahresende. Unternehmen dürfen ihren Beschäftigten außerdem eine steuerfreie Tankprämie von bis zu 1.000 Euro jährlich gewähren.
Auch der Energiescheck für Haushalte mit geringem Einkommen wird im kommenden Jahr erneut ausgezahlt. Anders als üblich soll er nicht erst im April, sondern schon im Januar während der Heizperiode bereitgestellt werden.
Wirtschafts- und Finanzminister Roland Lescure erklärte, die Lage sei für viele Bürger sehr belastend. Die Maßnahmen sollten vor allem Menschen mit niedrigen Einkommen entlasten, zugleich die Wirtschaft stützen und den Staatshaushalt nicht übermäßig belasten. Insgesamt beläuft sich das Hilfspaket auf 450 Millionen Euro.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber