Olympia

Wüst zum Olympia-Votum: «Das ist ein Hammer»

Olympia-Krimi: Köln-Rhein-Ruhr liegt nur hauchdünn hinter München – für Wüst ist das trotzdem eine echte Ansage.

22.09.2026, 18:24 Uhr

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) bewertet das Votum der Evaluierungskommission als positives Signal für die Olympia-Bewerbung von Köln/Rhein-Ruhr. Mit 85 von 100 Punkten liegt das Konzept nur knapp hinter München (87) und deutlich vor Berlin (74,6). Die Hauptstadt war damit der einzige der drei Kandidaten, der nicht in die Kategorie „sehr gut“ eingestuft wurde.

Wüst sieht Bewerbung auf Augenhöhe mit München

Wüst erklärte, die NRW-Bewerbung habe ebenso wie die aus Bayern die Bestnote erhalten. Daraus lasse sich ablesen, dass bei der Entscheidung am Samstag ein äußerst knappes Rennen zu erwarten sei. Das Votum fällt bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in Baden-Baden.

Für Köln/Rhein-Ruhr und zugleich für eine deutsche Olympia-Perspektive sei das Ergebnis eine „sehr starke Nachricht“, sagte Wüst. Die Initiative mit Köln als zentralem Standort gilt als wichtigster Konkurrent des favorisierten Münchens.

„Auch international die besten Chancen“

Nach Ansicht des Ministerpräsidenten spricht auch auf internationaler Ebene viel für das Konzept aus Nordrhein-Westfalen. Gerade unter den neuen Maßstäben des Internationalen Olympischen Komitees habe die Bewerbung beste Aussichten. Wüst betonte, dass das Projekt genau für jene Art von Spielen stehe, die das IOC unter Präsidentin Kirsty Coventry bevorzuge: modern, kompakt, nachhaltig sowie günstiger und weniger aufwendig.

Wer in der Kommission abstimmte

In der Evaluierungskommission waren insgesamt sechs Personen stimmberechtigt. Dazu gehörten vier Vertreter des Sports, unter ihnen DOSB-Präsident Thomas Weikert und DOSB-Vorstandschef Otto Fricke. Hinzu kamen zwei politische Vertreter: Babette Kibele aus dem Sport-Staatsministerium sowie Bundestagsvizepräsidentin Josephine Ortleb (SPD).

Deutsche Olympia-Bewerbung
Der deutsche Olympia-Bewerber wird am Samstag gewählt. (Archivbild) Quelle: Malin Wunderlich/dpa

Die Bewerber hatten bis Anfang Juni Zeit, ihre endgültigen Konzepte vorzulegen. Anschließend wurden diese anhand eines gemeinsam mit dem Bund entwickelten Bewertungsrasters geprüft. Die Auswertung übernahm der DOSB zusammen mit den olympischen Spitzenverbänden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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