Wirtschaft

E-Commerce-Boom: Warum der Zoll jetzt Massen abfertigt

Paketflut aus dem Onlinehandel: So kämpft der Zoll an der Grenze – und deshalb soll die Behörde jetzt massiv wachsen.

12.05.2026, 12:48 Uhr

Zoll in Deutschland durch Onlinehandel stark belastet

Der boomende internationale Onlinehandel sorgt beim deutschen Zoll für deutlich mehr Arbeit. Wie der Präsident der Generalzolldirektion, Armin Rolfink, bei der Präsentation der Jahresbilanz am Flughafen Leipzig/Halle erklärte, wurden im vergangenen Jahr fast 790 Millionen Warensendungen im Gesamtwert von 1,4 Billionen Euro bearbeitet. Im Jahr 2024 lag die Zahl noch bei 595 Millionen Sendungen mit einem Warenwert von 1,3 Billionen Euro.

Der Zoll kontrolliert Pakete unter anderem auf gefälschte Produkte, Verstöße gegen den Artenschutz sowie auf unerlaubte Medikamente. Zudem übernimmt die Behörde die Erhebung von Einfuhrumsatzsteuer und Zollabgaben.

Als Hauptgrund für den starken Zuwachs gilt der anhaltende E-Commerce-Boom, insbesondere durch Händler aus China. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) kündigte an, dass der Zoll noch in diesem Jahr mit 1.500 zusätzlichen Mitarbeitern verstärkt werden soll, um die steigenden Anforderungen besser bewältigen zu können. Aktuell sind bundesweit etwa 49.000 Menschen beim Zoll beschäftigt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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