Wirtschaft

Bayerns Inflation fällt auf nur 2,6%

Warum sinkt die Inflation plötzlich? Vor allem günstigere Sprit- und Heizölpreise als im April spielten dabei eine wichtige Rolle.

29.05.2026, 10:28 Uhr

Inflation in Bayern im Mai auf 2,6 Prozent gesunken

Die Teuerung in Bayern hat sich im Mai etwas abgeschwächt. Nach vorläufigen Angaben des Landesamts für Statistik lag die Inflationsrate bei 2,6 Prozent und damit um 0,3 Prozentpunkte niedriger als im April. Grundlage ist der Vergleich mit dem selben Monat des Vorjahres.

Ein wichtiger Grund für den Rückgang waren die Energiepreise. Heizöl und Kraftstoffe kosteten zwar weiterhin deutlich mehr als vor einem Jahr, im Vergleich zum Vormonat gingen die Preissteigerungen jedoch spürbar zurück. Für Heizöl wurde noch ein Plus von 8,6 Prozent verzeichnet, bei Kraftstoffen waren es 8,5 Prozent. Dazu dürfte auch der seit dem 1. Mai geltende Tankrabatt des Bundes beigetragen haben.

Auch bei Lebensmitteln zeigte sich eine dämpfende Wirkung auf die Inflation. Insgesamt lagen die Preise hier nur um 0,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Gemüse verbilligte sich um 0,5 Prozent, Molkereiprodukte und Eier wurden sogar um 3,3 Prozent günstiger. Besonders deutlich fiel der Preisrückgang bei Butter aus, die mehr als 25 Prozent billiger war als ein Jahr zuvor. Teurer wurden dagegen Kaffee mit einem Plus von 10,7 Prozent sowie Fisch und Meeresfrüchte mit 6,4 Prozent.

Zusätzlich hat das Landesamt die Entwicklung der Energiepreise seit dem Jahr 2020 untersucht. Im Vergleich zum damaligen Jahresdurchschnitt stiegen die Strompreise um 13,5 Prozent. Deutlich stärker fiel der Anstieg bei anderen Energieträgern aus: Heizöl verteuerte sich um 145,9 Prozent, Erdgas um 80,7 Prozent und Brennholz, Holzpellets sowie andere feste Brennstoffe um 61,4 Prozent. Die Kraftstoffpreise legten seitdem um 58,5 Prozent zu.

Allerdings weist das Amt darauf hin, dass der Vergleich mit 2020 nur eingeschränkt aussagekräftig ist. Wegen der Corona-Krise war Rohöl damals zeitweise außergewöhnlich billig, was die heutigen Steigerungsraten zusätzlich erhöht erscheinen lässt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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