Deutsche Bahn verbessert Pünktlichkeit im Fernverkehr
Die Deutsche Bahn hat ihre Werte im Fernverkehr seit dem Jahresauftakt spürbar gesteigert. Dennoch kam auch im April mehr als jeder dritte Halt nicht rechtzeitig zustande. Wie der bundeseigene Konzern auf seiner Internetseite mitteilte, erreichte die Pünktlichkeitsquote im Fernverkehr 64,4 Prozent.
Seit Jahren hat die Bahn mit Verspätungen zu kämpfen, und besonders der Start in das laufende Jahr verlief schwach. Während in den Wintermonaten normalerweise etwas bessere Werte erzielt werden, weil weniger Reisende unterwegs sind, lag die Quote im Januar lediglich bei 52,1 Prozent. Im Februar verbesserte sie sich auf 59,4 Prozent.
Als Gründe für die schwachen Ergebnisse nennt die Bahn vor allem die sanierungsbedürftige Infrastruktur, zahlreiche Baustellen im Streckennetz sowie strenge Witterungsbedingungen im Winter. Für das Gesamtjahr 2026 hält das Unternehmen weiterhin an seinem Ziel fest, im Fernverkehr auf mehr als 60 Prozent Pünktlichkeit zu kommen.
Nahverkehr ebenfalls mit besseren Werten
Im Nahverkehr fiel die Bilanz im April deutlich besser aus: Hier lag die Pünktlichkeitsquote bei 89,1 Prozent und damit auf dem bislang besten Stand des Jahres.
Nach Definition der Bahn gilt ein Zug ab einer Verspätung von sechs Minuten als unpünktlich. Komplett ausgefallene Verbindungen fließen allerdings nicht in die Statistik ein.
Dass der Nahverkehr regelmäßig bessere Werte erzielt als der Fernverkehr, hat mehrere Gründe. Verspätungen einzelner Züge fallen wegen der großen Zahl an Verbindungen weniger stark ins Gewicht. Außerdem sind die Strecken meist deutlich kürzer, wodurch sich Verzögerungen nicht so leicht aufbauen wie im Fern- oder Güterverkehr.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion