Aldi Nord steigert Umsatz deutlich über Marktniveau
Aldi Nord hat im vergangenen Jahr beim Umsatz kräftig zugelegt. Nach vorläufigen Zahlen stiegen die Handelserlöse der Gruppe um 7,4 Prozent auf mehr als 31 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen mit. In Deutschland verbuchte der Discounter ein Umsatzplus von 5,9 Prozent.
Finanzchef Marcus Droste sprach von einem starken Jahr 2025. Nach seinen Angaben übertraf Aldi Nord die eigenen Planungen und Erwartungen. Zudem habe das Unternehmen in sämtlichen Ländern Marktanteile gewonnen und mehr Kundinnen und Kunden in die Filialen gezogen. Konkrete Angaben zum Gewinn machte der Händler allerdings nicht.
Damit schnitt Aldi Nord besser ab als der gesamte deutsche Lebensmitteleinzelhandel. Nach Daten des Statistischen Bundesamts legte die Branche 2025 im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 3,4 Prozent zu.
Nach Unternehmensangaben betreibt Aldi Nord insgesamt 5.526 Filialen in Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden, Polen, Portugal und Spanien. Europaweit arbeiten mehr als 90.000 Menschen für den Konzern, rund 40.000 davon in Deutschland. Hierzulande zählt Aldi Nord knapp 2.200 Standorte, der zweitgrößte Markt ist Frankreich mit 1.337 Geschäften.
Kunden achten verstärkt auf Preise
Der Preisdruck bei Lebensmitteln bleibt in Deutschland hoch. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts liegen die Preise derzeit im Durchschnitt gut 37 Prozent über dem Niveau von 2020.
Davon profitieren Discounter zumindest teilweise. Laut einer repräsentativen YouGov-Umfrage kaufen 28 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher wegen der gestiegenen Lebensmittelpreise häufiger beim Discounter ein als noch vor ein oder zwei Jahren. 11 Prozent tun dies seltener, während 57 Prozent ihr Einkaufsverhalten nach eigener Aussage nicht verändert haben. Für die Erhebung wurden am 21. April dieses Jahres 4.261 Erwachsene in Deutschland befragt.
Auch nach einer Analyse des IFH Köln ist das Preisbewusstsein der Kundschaft aktuell besonders ausgeprägt. Viele Menschen vergleichen beim Lebensmitteleinkauf stärker die Preise, greifen öfter zu Sonderangeboten und lassen teurere Markenprodukte häufiger liegen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion