Bayern

Brennerroute blockiert: Bayern schlägt Alarm

Droht am Brenner das totale Verkehrschaos? Bayern schlägt Alarm zur Sperre am 30. Mai – Tirol setzt trotzdem auf Einigung.

29.04.2026, 16:26 Uhr

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) hat die für Ende Mai angekündigte Demonstration mit geplanter Blockade auf der Brennerautobahn scharf kritisiert. Gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA erklärte er, der Güterverkehr über die Alpen sei durch Maßnahmen wie Blockabfertigungen und Nachtfahrverbote bereits stark eingeschränkt. Eine zusätzliche Sperre setze die Logistikbranche weiter unter Druck.

Am 30. Mai könnte es auf der wichtigsten Straßenverbindung zwischen Deutschland und Italien zu einer nahezu vollständigen Lahmlegung kommen. Hintergrund ist eine Protestaktion auf der österreichischen Brennerautobahn, die sich gegen die Belastungen durch den Transitverkehr richtet. Um ein Verkehrschaos einzudämmen, plant das Land Tirol nicht nur die Sperrung der Autobahn, sondern auch Einschränkungen auf der parallel verlaufenden Bundes- und Landesstraße.

Gerade weil der Samstag nach Pfingsten traditionell stark vom Reiseverkehr geprägt ist, werden in Tirol erhebliche Behinderungen erwartet. Die Blockade ist nach derzeitigen Plänen von 11 bis 19 Uhr vorgesehen.

Bernreiter warnte vor den Folgen. Es drohten gefährliche Staus sowie Ausweichverkehr auf Straßen, die für solche Belastungen nicht ausgelegt seien, sagte er der APA. Nach seiner Auffassung ließen sich in Gesprächen tragfähigere Lösungen erzielen als mit derart drastischen Aktionen.

Tirol setzt auf Gespräche

Die Tiroler Landesregierung bemühte sich unterdessen um einen versöhnlichen Ton. Verkehrslandesrat René Zumtobel betonte, dass in der Transitfrage nur gemeinsame Lösungen mit den Nachbarstaaten und angrenzenden Regionen möglich seien. Ziel sei es nun, den 30. Mai für alle Beteiligten möglichst erträglich zu gestalten, sagte der Sozialdemokrat laut APA bei einer Pressekonferenz.

Auslöser der Sperre ist eine Demonstration gegen die hohe Verkehrsbelastung, die vom Bürgermeister der Gemeinde Gries am Brenner als Privatperson angemeldet wurde. Der Brennerpass gilt als niedrigster Alpenübergang und ist die am stärksten genutzte Route zwischen Mittel- und Nordeuropa sowie Italien. Auf der Brennerautobahn sind pro Jahr rund 14 Millionen Fahrzeuge unterwegs.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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