Wetter

NOAA schlägt Alarm: El Niño ist da

Jetzt ist es offiziell: El Niño ist zurück – und könnte weltweit Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen anheizen.

11.06.2026, 16:47 Uhr

El Niño kehrt zurück und könnte sich weiter verstärken

Das Wetterphänomen El Niño ist erneut aktiv. Nach Angaben der US-Wetterbehörde NOAA liegen bereits El-Niño-Bedingungen vor, die sich voraussichtlich bis in den Winter 2026/27 auf der Nordhalbkugel noch intensivieren werden.

Schon seit Monaten hatten ungewöhnlich warme Wasseroberflächen im tropischen Pazifik auf die Rückkehr des regelmäßig auftretenden Klimamusters hingedeutet. Damit wachsen zugleich die Sorgen vor mehr Extremwetter weltweit – darunter Dürren, Überschwemmungen und möglicherweise erneut Rekordwerte bei der globalen Durchschnittstemperatur.

Die NOAA schätzt die Wahrscheinlichkeit für ein „sehr starkes“ El-Niño-Ereignis derzeit auf 63 Prozent. Sollte es dazu kommen, wäre es eines der kräftigsten Ereignisse seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950.

Letzter El Niño in den Jahren 2023/24

Zuletzt trat El Niño 2023/24 auf. Das Phänomen, das natürlicherweise alle zwei bis sieben Jahre vorkommt, gehörte damals zu den fünf stärksten jemals registrierten Ereignissen. Es trug mit dazu bei, dass 2024 gemessen an der globalen Mitteltemperatur das bislang heißeste Jahr seit Beginn der Industrialisierung war.

El Niño verstärkt die Folgen des menschengemachten Klimawandels zusätzlich. Besonders auf der Südhalbkugel gehen damit häufig Dürren und Hochwasser einher. In Europa bleiben die Auswirkungen dagegen meist vergleichsweise begrenzt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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