Wetter

Gewitter-Wochenende rollt an

Wetter-Chaos in Bayern: Gewitter, Starkregen, Hagel – und danach wird es spürbar kühler. Was am Wochenende droht.

18.07.2026, 07:34 Uhr

Gewitterreiches Wochenende in Bayern

Auf Bayern kommt ein unbeständiges Wochenende zu. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) müssen sich viele Menschen auf Schauer und Gewitter einstellen. Wer baden gehen will, sollte deshalb neben der Badekleidung besser auch einen Regenschirm dabeihaben.

Am Samstag zeigt sich das Wetter im Norden des Freistaats noch etwas freundlicher. Dort sind eher einzelne Regenschauer und schwächere Gewitter möglich. Im Süden wird es dagegen teils deutlich turbulenter: Erwartet werden örtlich kräftige Gewitter mit Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter, stürmischen Böen bis 70 Kilometer pro Stunde und Hagel. In Südbayern sind nach DWD-Angaben zudem schwere Sturmböen mit bis zu 90 Stundenkilometern möglich. Die Temperaturen steigen auf 28 Grad im Norden und 26 Grad im Süden.

Am Samstagnachmittag gab der DWD für Schwaben und Oberbayern zudem eine Unwetterwarnung der Stufe drei von vier heraus. Gewarnt wurde vor schweren Gewittern. Am frühen Abend wurde diese Warnung wieder aufgehoben.

Für den Sonntagvormittag sagen die Meteorologen vor allem in der Nordhälfte zahlreiche Schauer und Gewitter voraus. Am Nachmittag soll es dort nach Durchzug der Fronten freundlicher werden, allerdings mit maximal 23 Grad spürbar kühler.

Süden am Sonntag länger betroffen

In Oberbayern und Schwaben beruhigt sich die Wetterlage voraussichtlich erst zum Sonntagabend, wenn Schauer und Gewitter in Richtung Alpen abziehen. Tagsüber sind dort laut Wetterdienst auch unwetterartige Entwicklungen möglich. Mit Höchstwerten bis 23 Grad bleibt es im Süden ähnlich frisch wie im Norden.

Zum Wochenstart soll sich das Wetter in Bayern dann wieder etwas freundlicher zeigen – mit mehr Sonne und weniger Regen.

Blitze sorgen bereits für Einsätze

Schon in der Nacht zuvor hatte ein Gewitter Folgen: Im Nürnberger Land verursachte ein Blitzeinschlag in einem Dreifamilienhaus mutmaßlich einen Schaden von rund einer Million Euro.

Bereits am Tag davor hatte ein Blitz im Landkreis Ansbach einen Großbrand auf einem Hof ausgelöst. Rund 350 Einsatzkräfte waren dort im Einsatz, 28 Rinder konnten gerettet werden, vier Kälber verendeten.

Niedrigwasser bleibt ein Problem

Trotz Gewitter und Starkregens bleibt Wassermangel in Bayern ein Thema. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Umwelt lag der Wasserstand der Donau Mitte Juli am Pegel Pfelling im Landkreis Straubing-Bogen bei 222 Zentimetern. Das sind rund 20 Zentimeter weniger als im Vorjahr.

Für die Schifffahrt hat das Folgen: Güterschiffe können die Donau derzeit nur mit verringerter Ladung befahren, um nicht auf Grund zu laufen. Manche Frachter mit einem regulären Fassungsvermögen von 2.000 Tonnen können aktuell lediglich 300 bis 500 Tonnen laden.

Auch die Personenschifffahrt ist betroffen. Die bei Touristen beliebte Strecke zwischen Kelheim und dem Kloster Weltenburg ist wegen des Niedrigwassers derzeit nicht befahrbar.

Wegen der niedrigen Wasserstände und der hohen Temperaturen in Bayerns Flüssen sorgen sich zudem die Fischer um die Bestände und fordern mehr Anstrengungen beim Gewässerschutz.

Pools füllen und Rasen sprengen verboten

In München gelten inzwischen mehrere Regeln zum Wassersparen. In der Landeshauptstadt und in gut einem halben Dutzend Umlandgemeinden, die von den Stadtwerken München mitversorgt werden, ist es derzeit unter anderem verboten, private Pools zu befüllen, Rasen zu sprengen und Wasser aus Seen oder Flüssen abzupumpen.

Nach Angaben der Stadtwerke zeigen die Maßnahmen bereits Wirkung: Der Wasserverbrauch sei am Freitag wieder auf unter 330 Millionen Liter gesunken und liege damit im durchschnittlichen Bereich.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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