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Pferd kollabiert in Rom – kippt jetzt die Kutsch-Debatte?

Ein kollabiertes Pferd mitten in Rom schockiert das Netz – jetzt droht den traditionellen Touristenkutschen das Aus.

07.07.2026, 09:11 Uhr

Zusammenbruch eines Kutschpferdes löst in Rom neue Debatte aus

Aufnahmen eines auf einer Straße in Rom zusammengebrochenen Kutschpferdes haben die Diskussion über die traditionellen Touristenkutschen erneut angeheizt. Zahlreiche Medien verbreiteten ein Video, das ein offenbar an einem heißen Sommertag völlig entkräftetes Tier zeigt. Der Vorfall sorgte für heftige Empörung.

Roms Tierschutzbeauftragte Patrizia Prestipino veröffentlichte das Video auf X und erklärte, die Stadt sei für Kutschpferde nicht länger geeignet.

Seit Jahren verlangen Tierschützer sowie Politiker verschiedener Parteien das endgültige Aus für die sogenannten „botticelle“. Nach Angaben der Stadt sind derzeit noch 16 Betreiber solcher Pferdekutschen aktiv. Zur Debatte steht, ihre bisherigen Lizenzen in Taxigenehmigungen umzuwandeln. Allerdings lehnen einige Kutscher diesen Schritt ab oder zögern ihn hinaus, um günstigere Bedingungen auszuhandeln.

Stadt setzt auf Ersatz durch Taxis

Prestipino betonte außerdem, dass große Hitze, aufgeheizter Asphalt und das chaotische Verkehrsaufkommen diese Tradition schon seit Langem fragwürdig machten. Am Wochenende des Vorfalls, bei dem das Pferd Berichten zufolge auf der Ponte Cavour im historischen Zentrum zusammenbrach, lagen die Temperaturen bei über 30 Grad. Hinzu kommt der dichte und unübersichtliche Verkehr aus Autos, Motorrollern und Fußgängern in der Innenstadt.

Die Stadt Rom arbeitet bereits seit einiger Zeit daran, die verbliebenen Pferdekutschen aus dem Straßenbild zu entfernen. Geprüft wird unter anderem, ob Sponsoren den Kauf von Fahrzeugen finanzieren könnten, die den Betreibern als Alternative zu den Kutschen angeboten werden. Damit soll der Umstieg erleichtert und der traditionelle Kutschbetrieb nach und nach beendet werden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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