Waldbrand in den Chiemgauer Alpen gelöscht
Der offene Waldbrand in den Chiemgauer Alpen ist nach dem Einsatz mehrerer Löschhubschrauber unter Kontrolle und vollständig gelöscht worden. Wie der Kreisfeuerwehrverband Traunstein mitteilte, endet der ausgerufene Katastrophenfall in der Region deshalb um Mitternacht.
Am Wochenende sind in dem Gebiet bei Unterwössen weitere Ab- und Nachlöscharbeiten vorgesehen. Dabei sollen verbliebene Glutnester beseitigt werden, damit das Feuer nicht erneut aufflammt.
Einsatzleiter Christof Grundner erklärte, dass es den Kräften in der Luft gemeinsam mit den Einsatzteams am Boden gelungen sei, alle offenen Feuer vollständig zu löschen. Damit entfällt auch die Warnung an die Bevölkerung wegen möglicher Rauch- und Geruchsbelästigung.
Zudem soll die zwischenzeitlich gesperrte Bundesstraße 305 am Samstag wieder für den Verkehr freigegeben werden. Auch der Wössener See soll dann für Besucher erneut zugänglich sein. Das Betretungsverbot für das Gebiet an der Lackenbergwand bleibt jedoch vorerst weiter bestehen.
Brand auf steilem Bergwaldgelände entdeckt
Der Brand war am Mittwochabend in einem steilen Bergwald auf knapp 1.000 Metern Höhe entdeckt worden. Das betroffene Areal hatte eine Größe von etwa 2,5 Hektar. Das Landratsamt Traunstein rief daraufhin am Donnerstag den Katastrophenfall aus.
Am Freitag waren zeitweise sechs Hubschrauber im Einsatz, darunter vier Maschinen der bayerischen Polizei sowie zwei Hubschrauber aus dem benachbarten Österreich. Landrat Andreas Danzer erklärte, die Lage habe sich dank des entschlossenen und hochprofessionellen Einsatzes deutlich stabilisiert. Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt.
Luftbeobachtung auch in anderen Regionen
Wegen der hohen Waldbrandgefahr sollen am Wochenende auch in den drei fränkischen Regierungsbezirken sowie in Niederbayern Beobachtungsflüge stattfinden. Die Behörden warnen davor, dass bereits kleinste Zündquellen Brände auslösen können. In Mittelfranken sollen deshalb ehrenamtliche Piloten der Luftrettungsstaffel aufsteigen, begleitet von speziell ausgebildeten Beobachtern der Feuerwehren und Forstämter.
Auch die Regierung von Niederbayern ordnete Beobachtungsflüge an. Dort sollen die Maschinen von Samstag bis Montag unterwegs sein. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wird bis Montag in weiten Teilen Niederbayerns nahezu flächendeckend die zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe erreicht. Auch Ober- und Unterfranken haben bereits Luftbeobachter alarmiert.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber