Wetter

Bayern schwitzt – dann droht Gewitterchaos

Erst Sommerhitze, dann Hagel-Alarm: Bayern droht ein Wetter-Kipppunkt – und auch die Ozonwerte könnten gefährlich werden.

30.05.2026, 15:55 Uhr

Bayern: Heftige Hitzegewitter sorgen für Schäden – weitere Unwetter am Sonntag möglich

In Bayern ist das warme und schwüle Wochenende mit einem deutlichen Wetterumschwung gestartet. Nachdem zunächst frühsommerliche Temperaturen dominierten, haben in Teilen des Freistaats kräftige Hitzegewitter bereits für Schäden gesorgt. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wird die schwülwarme Luft nun zunehmend von teils heftigen Gewittern verdrängt.

Erste Unwetterschäden in Oberfranken

Die Gewitter haben bereits Auswirkungen auf den Verkehr. Im Landkreis Bamberg stürzten an der Bundesstraße 4 bei Rattelsdorf mehrere Bäume auf die Fahrbahn. Die Straße musste daraufhin komplett gesperrt werden. Feuerwehrkräfte waren im Einsatz, um die Hindernisse zu beseitigen und die Strecke wieder freizumachen.

Zuvor hatte der DWD bereits vor Gewittern gewarnt. Am Nachmittag waren unter anderem zwischen Nürnberg und Bayreuth Gewitter der Warnstufe 2 von 4 möglich. Bis zum Abend soll die aktuelle Gewitterfront weiter nach Tschechien und Österreich abziehen.

Am Sonntag drohen neue Schauer, Hagel und Sturmböen

Mit einer raschen Beruhigung ist allerdings nicht zu rechnen. Schon am Sonntag folgt laut DWD die nächste unbeständige Phase: Von Hessen aus breiten sich neue Schauer und Gewitter nach Nordbayern aus.

Dabei werden örtlich Starkregenmengen von bis zu 20 Litern pro Quadratmeter erwartet. Vereinzelt kann auch Hagel mit einer Korngröße von bis zu drei Zentimetern auftreten. Dazu kommen teils schwere stürmische Böen, die den Sonntagnachmittag deutlich ungemütlicher machen.

Hohe Ozonbelastung bleibt ein Thema

Neben der Gewitterlage bleiben auch die Ozonwerte in Bayern erhöht. Das Bayerische Landesamt für Umwelt rechnet am Samstag mit teils sehr hohen Konzentrationen, begünstigt durch das schwülwarme Wetter in der ersten Tageshälfte.

Für Sonntag wird zwar ein Rückgang erwartet, dennoch sollen die Werte weiterhin auf hohem Niveau bleiben. Erst mit dem Wetterwechsel dürfte sich die Lage auch in diesem Punkt entspannen.

Empfehlung für empfindliche Menschen

Das Landesamt für Umwelt rät besonders empfindlichen Personen, bei erhöhter Ozonbelastung größere körperliche Anstrengungen im Freien möglichst zu vermeiden. Andernfalls können Beschwerden wie gereizte Atemwege, Kopfschmerzen oder Augenreizungen auftreten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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