Ungewöhnlich warme Nacht am Alpenrand
Mehrere Orte entlang des Alpenrands haben eine außergewöhnlich milde Nacht erlebt. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wurden in Garmisch-Partenkirchen am Morgen zwischen 3.30 und 3.40 Uhr infolge von Föhn exakt 28 Grad gemessen. Ein DWD-Sprecher bezeichnete diesen Wert als bemerkenswert.
Noch um Mitternacht lagen die Temperaturen dort demnach bei etwa 18 Grad. Dass das Thermometer anschließend auf 28 Grad kletterte, sei zwar ungewöhnlich, lasse sich aber durch den Föhneffekt erklären.
Der Experte erläuterte, dass bei Föhn feuchte Luft aufsteigt – in diesem Fall an der Südseite der Alpen. Dabei kühlt sie sich ab, es bilden sich Wolken und es kommt zu Niederschlag. Auf diese Weise verliert die Luft einen großen Teil ihrer Feuchtigkeit. Anschließend sinkt die nun trockenere Luft auf der Nordseite der Alpen wieder ab, erwärmt sich dabei und der Wind wird stärker.
Ob damit ein neuer Rekord erreicht wurde, könne allerdings erst nach einer ausführlichen Auswertung der Daten festgestellt werden.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber