ProSieben baut «The Masked Singer» grundlegend um
ProSieben stellt seine Show «The Masked Singer» für die kommende Staffel deutlich neu auf. Die wichtigste Neuerung: Die Sendung wird künftig offenbar nicht mehr live produziert. Stattdessen sollen die Folgen zunächst aufgezeichnet und erst einige Wochen später im Fernsehen sowie beim Streamingdienst Joyn veröffentlicht werden.
Der Sender kündigte diese Anpassung zusammen mit weiteren Änderungen für die 13. Staffel an, die im Herbst laufen soll. Bislang galt «The Masked Singer» als eine der größten und aufwendigsten Live-Unterhaltungsshows im deutschen TV.
Welche Folgen das für das Zuschauer-Voting haben wird, ließ ProSieben zunächst offen. Show-Verantwortlicher Hannes Hiller begründete den neuen Kurs unter anderem damit, dass sich so leichter prominente Teilnehmer gewinnen ließen.
Nach seinen Worten orientiere sich ProSieben damit an einem internationalen Standard. In Ländern wie den USA oder Großbritannien werde das Format schon lange nicht live, sondern vorab produziert. Der Vorteil: Auch Stars mit engem Terminkalender könnten nun eher für die Show verpflichtet werden, da sie nicht mehr über sechs Wochen hinweg live verfügbar sein müssten.
Rekordzahl an maskierten Teilnehmern
Im Zentrum von «The Masked Singer» stehen bekannte Persönlichkeiten, die verkleidet als Sänger auftreten und ihre Identität hinter aufwendigen Kostümen verbergen. Hinweise und Stimmen sollen dem Publikum und dem Rateteam helfen, die Prominenten zu enttarnen. Seit dem Start im Jahr 2019 entwickelte sich die Show in Deutschland schnell zum Überraschungserfolg.
Auch inhaltlich will ProSieben an einigen Stellschrauben drehen. Nach Senderangaben werden in der neuen Staffel 16 maskierte Prominente antreten – so viele wie noch nie. Zudem sollen Ablauf und Erzählweise deutlich dynamischer werden.
Geplant ist, dass in den ersten vier Ausgaben jeweils vier Masken direkt gegeneinander antreten. Pro Abend werden dann zwei Prominente demaskiert, während die beiden übrigen Kandidaten sofort ins Halbfinale einziehen. Damit soll es schon früh in der Staffel zu zahlreichen Enthüllungen kommen.
Unverändert bleibt dagegen die Moderation: Matthias Opdenhövel führt weiterhin durch die Show. Auch der Produktionsstandort Köln bleibt bestehen. Laut ProSieben sind Tickets für die Aufzeichnungen bereits erhältlich; die Produktionen sollen schon im August stattfinden.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber