Auf ihren Social-Media-Profilen nennt sich Miley Cyrus inzwischen nur noch „Miley“. Unter diesem Namen veröffentlicht die 33-Jährige jetzt auch ihr zehntes Studioalbum „Bass Persuades“. Musikalisch markiert die Platte ebenfalls einen neuen Abschnitt: Die elf Songs pendeln in 38 Minuten zwischen dunklen elektronischen Klangwelten und eingängigem Pop.
Mit dabei sind zwei Gastauftritte: die US-Rockband Model/Actriz auf „Different Religion“ sowie Sänger Andrew Wyatt auf „Neon Signs“. Die ersten Reaktionen auf das Album fallen unterschiedlich aus. Während manche Kritiker wenig Überraschendes hören und vor allem vertraute Pop-Muster erkennen, loben andere die Energie und den mitreißenden Charakter der Songs.
Zehntes Studioalbum, aber das erste als „Miley“
Die Sängerin beschreibt das Werk als Rückblick auf ihren bisherigen Weg und auf die Ruhe, die eingekehrt sei, als sie gelernt habe, langsamer zu werden. Veröffentlicht wird das Album bei Atlantic Records. Der Titeltrack, eine Dance-Pop-Nummer, war bereits vorab erschienen. Miley erklärte dazu, Musik packe Menschen, lasse sie fühlen, mitsingen, tanzen und manchmal auch Ballast abwerfen, bevor es weitergehe.
In den vergangenen Monaten hat die Künstlerin viel erlebt. Beruflich unterstreicht sie ihren Neuanfang auch nach außen, indem sie öffentlich auf den Nachnamen Cyrus verzichtet. Im März jährte sich zudem ihr Karrierestart als „Hannah Montana“ in der gleichnamigen US-Serie zum 20. Mal. Im Mai wurde sie mit einer Sternenplakette auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt.

Kurz darauf musste sie einen schweren privaten Verlust verkraften: Ihre Patentante Dolly Parton, Country-Ikone und langjährige Vertraute, starb im August. Parton war seit Mileys früher Kindheit Teil ihres Lebens und mit ihrem Vater Billy Ray Cyrus befreundet. Immer wieder war sie auch in „Hannah Montana“ zu sehen und stand gelegentlich gemeinsam mit ihrer Patentochter auf der Bühne.
Konzerte gibt Miley weiterhin nur selten. Rund um die Veröffentlichung des Albums hat sie allerdings zwei Auftritte in Hollywood angekündigt, und zwar für den 16. und 18. Oktober. Ein Grund für ihre begrenzte Konzerttätigkeit ist auch ihre markant raue Stimme. Nach eigenen Angaben hängen diese Probleme mit einer Erkrankung der Stimmbänder und einem Polypen zusammen.
Bekannt wurde Miley Cyrus zunächst als Teenager in der Disney-Serie „Hannah Montana“. Später gelang ihr mit Songs wie „Wrecking Ball“ und „Flowers“ der internationale Durchbruch als Popstar. Inzwischen gehört sie auch zu den Grammy-Preisträgerinnen. Ihr jüngstes Album „Something Beautiful“ erschien im Mai 2025, davor veröffentlichte sie 2023 „Endless Summer Vacation“.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber