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Bei Klums «HeidiFest»: Welche Stars kommen?

Heidi Klum feiert mit Kaulitz, Familie und Hündchen im Hofbräuhaus – doch warum fehlte plötzlich der große Stargast?

17.09.2026, 19:39 Uhr

Heidi Klum feiert erneut ihr „HeidiFest“ im Münchner Hofbräuhaus

Mit viel Glanz, auffälligen Outfits, gewagten Gesangseinlagen und reichlich Bier hat Heidi Klum zum zweiten Mal ihr „HeidiFest“ im Münchner Hofbräuhaus veranstaltet. Die Vor-Wiesn-Party wurde diesmal mehr als zwei Stunden lang von RTL begleitet, nachdem das Format von ProSieben zum Kölner Sender gewechselt war. Auf der Bühne standen vor allem bekannte Gesichter mit älteren Hits – teils live, teils eher playbacknah.

RTL sieht Quotenerfolg – insgesamt nur leichtes Plus

RTL wertete die Show im Anschluss als Erfolg, vor allem beim jungen Publikum. Nach Senderangaben holte „HeidiFest“ 9 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen und gewann damit die Primetime unter den Privatsendern. Im Vorjahr, damals noch bei ProSieben, sollen es 6,7 Prozent gewesen sein.

Der Branchendienst „DWDL.de“ sprach beim Gesamtpublikum dagegen nur von einem überschaubaren Zuwachs: Demnach sahen 780.000 Menschen zu, das waren rund 10.000 mehr als 2025. Der Gesamtmarktanteil lag dem Bericht zufolge bei 4 Prozent.

Schon vor Beginn viel Trubel rund ums Hofbräuhaus

Schon vor Beginn der Show war rund um das Hofbräuhaus einiges los. Hunderte Schaulustige verfolgten das Spektakel, als Klum im knallgelben Dirndl stilecht mit einer Rikscha ankam. Begleitet wurde sie von ihrer Mutter Erna, Sohn Henry, Ehemann Tom Kaulitz und einem kleinen weißen Hund.

Auffällig: Tom Kaulitz erschien diesmal ohne seinen Bruder Bill. Der meldete sich erst Stunden nach dem Fest aus einem Flugzeug in der ersten Klasse und schrieb auf Instagram, dass er sich auf das Oktoberfest freue.

Naomi Campbell verspätet, Klum wechselt das Dirndl

Auch in diesem Jahr setzte Klum auf prominente Unterstützung. Model Naomi Campbell, die als DJane angekündigt war, ließ zunächst auf sich warten, erschien dann aber doch noch und posierte gemeinsam mit Klum und Nadja Auermann für die Fotografen. In der Zwischenzeit nutzte die Gastgeberin die Gelegenheit für einen Outfitwechsel: Aus dem gelben Dirndl wurde später ein weißes, mit dem sie schließlich auch durch die TV-Show führte.

Erst Unklarheit um Nicole Scherzinger – später doch auf der Bühne

Lange unklar blieb auch, ob Nicole Scherzinger überhaupt noch auftauchen würde. Auf Nachfrage am roten Teppich erklärte eine Organisatorin zunächst nur: „Das wissen wir nicht.“ Als die Gäste bereits ihre Plätze einnehmen sollten und die Presse den Innenhof verlassen musste, war von der Sängerin noch nichts zu sehen.

Später stand die ehemalige „Pussycat Dolls“-Frontfrau dann aber doch noch auf der Bühne und performte ihren Hit „Don’t Cha“. Am Fernseher war der Auftritt allerdings akustisch nur schwer zu verfolgen. Generell schien es bei der Übertragung immer wieder Tonprobleme zu geben.

Viel Trubel, Dragqueen-Sprüche und ein „Fiebertraum“-Moment

Abseits der Musikacts bot der Abend vor allem bunte Bilder: Menschen in Dirndl und Lederhosen tanzten, sangen mit und tranken Bier. Dragqueens sorgten mit anzüglichen Sprüchen für Stimmung. Olivia Jones testete mit zweideutigen Kommentaren die Grenzen des guten Geschmacks, fragte nach Platz für die „Weißwurst“ in der Lederhose und forderte per „Bussi-Cam“ sogar Zungenküsse ein.

Zwischendurch wurde es noch skurriler: Unternehmer Frank Thelen versuchte sich an einem Alphorn. Für Designerin Marina Hoermanseder war das ein so bizarrer Moment, dass sie ihn kurzerhand als „Fiebertraum“ bezeichnete.

Konzept bleibt für manche schwer greifbar

Das Konzept der Show blieb dabei für manche Beobachter dennoch schwer greifbar. Zwischen den Musikauftritten passierte inhaltlich vergleichsweise wenig, vieles lebte eher vom Spektakel und der ausgelassenen Oktoberfest-Stimmung. Über weite Strecken prägten vor allem eigenwillige Moderationen, feiernde Gäste und viel Bier das Bild.

Promi-Auflauf und Klums Dirndl-Erklärung

Langweilig wurde es auf dem roten Teppich trotzdem nicht. Henry trug seine Schwester Leni, die in Pantoffeln unterwegs war, auf Händen. Zahlreiche frühere und aktuelle Gesichter aus „Germany’s Next Topmodel“ kamen zur Feier, darunter Gina-Lisa Lohfink und Larissa Marolt. Außerdem zeigten sich Ballermann-Star Isi Glück sowie Sarah Engels und Vicky Leandros.

Klum selbst schwärmte erneut von bayerischem Essen. Auch die Farbwahl ihres ersten Dirndls erklärte sie: Nach einem roten Kleid im vergangenen Jahr habe sie diesmal Gelb gewählt – „ein bisschen wie Belle aus ,Die Schöne und das Biest’“. Die gebürtige Bergisch-Gladbacherin hatte ihre Reise nach München auf Instagram sogar als „Heimkehr“ angekündigt.

Münchens Oberbürgermeister blieb fern

Nicht vor Ort war Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause. Kurz vor dem „HeidiFest“ sagte er bei einem Wiesn-Rundgang, er glaube, keine Einladung bekommen zu haben, wisse es aber nicht genau. Zudem sei er ohnehin anderweitig eingebunden gewesen – unter anderem wegen des Amtsantritts von Lahav Shani bei den Münchner Philharmonikern.

Zu Klums Veranstaltung äußerte er sich gelassen: Mit „leben und leben lassen“ sei München bisher gut gefahren, und jeder solle die Wiesn so feiern, wie er oder sie es möchte.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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