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Rock-Schock: ZZ-Top-Drummer Frank Beard ist tot

ZZ Top trauert: Drummer Frank Beard ist mit 77 gestorben – warum sein Tod die Rockwelt erschüttert.

18.08.2026, 22:41 Uhr

Frank Beard, der über Jahrzehnte am Schlagzeug von ZZ Top saß, ist gestorben. Das teilte Bandkollege Billy Gibbons am Dienstag (Ortszeit) auf Instagram mit. Gemeinsam mit Elwood Francis habe man einen großartigen Freund und Weggefährten verloren, schrieb Gibbons. Zugleich müsse sich die Musikwelt von einem besonders einfallsreichen Drummer und einem echten Sohn von Texas verabschieden.

Wie Bandsprecher Bob Merlis erklärte, befand sich Beard zuletzt in einem Hospiz. Er starb auf seiner Ranch in Richmond im US-Bundesstaat Texas im Beisein seiner Familie. Angaben zur Todesursache gab es zunächst nicht.

Die Nachricht löste in der Rockszene große Bestürzung aus. Die Band Lynyrd Skynyrd würdigte Beard als einzigartigen Schlagzeuger, echtes Original und engen Freund. Der frühere Guns-N‘-Roses-Drummer Matt Sorum nannte ihn das Rückgrat von ZZ Top über 57 Jahre hinweg und lobte seinen unverwechselbaren Shuffle. Auch Brad Wilk, zeitweise Schlagzeuger bei Rage Against the Machine, erinnerte an den Verstorbenen.

Band setzt Tour fort

ZZ Top um Frontmann Billy Gibbons sind derzeit mit ihrer US-Tour "The Big One!" unterwegs. Anfang August hatte die Band ein geplantes Konzert in Los Angeles kurzfristig abgesagt. Nach Beards Tod wurden zwei weitere Auftritte gestrichen. Bereits am Wochenende wollen ZZ Top aber wieder in Austin in Texas auf der Bühne stehen. Die Stadt sei für Beard fast ein zweites Zuhause gewesen, teilte die Gruppe mit.

Bereits 2021 war mit Dusty Hill ein weiteres prägendes Mitglied der Band gestorben. Der Bassist wurde 72 Jahre alt. Seitdem gehört Elwood Francis zur Gruppe.

Wurzeln in Texas

Frank Beard wurde am 11. Juni 1949 in Frankston im US-Bundesstaat Texas geboren. Schon früh spielte er in Schulbands und machte sich später in der Musikszene von Dallas einen Namen.

ZZ Top wurden im Sommer 1969 in Houston gegründet. Billy Gibbons war von Beginn an dabei, Beard stieß wenig später dazu und holte Bassist Dusty Hill in die Band. Nach Angaben des Managements spielte das Trio im Februar 1970 seine erste gemeinsame Show im texanischen Beaumont.

Durchbruch mit „Tres Hombres“

Ihren großen kommerziellen Erfolg feierten die Texaner 1973 mit dem Album "Tres Hombres", das bis heute als Rockklassiker gilt. Allein in den 1970er Jahren veröffentlichte die Band sechs Alben. Während sie in Deutschland damals nur vereinzelt auftraten, spielten sie in den USA von 1976 bis 1977 fast 100 Konzerte im Rahmen ihrer großen "World Wide Texas Tour".

Ein weiterer wichtiger Karriereschritt folgte in den 1980er Jahren. Mit neuen elektronischen Einflüssen, Synthesizern, Drumcomputern und Sequenzern veränderten ZZ Top ihren Sound deutlich. Nach ersten Experimenten auf "El Loco" gelang der Band 1983 mit "Eliminator" ein gewaltiger Erfolg. Das Album wurde zu einem Meilenstein und machte die „Little Ol’ Band From Texas“ endgültig zu Weltstars.

Zum 50-jährigen Bestehen 2019 galten die langen Bärte von Hill und Gibbons ebenso wie die markanten Gitarrenriffs längst als Markenzeichen der Bluesrock-Band.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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