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Paris-Hilton-Vorwürfe: Internat verliert Lizenz

Paris Hilton kämpfte jahrelang gegen dieses Internat – jetzt ziehen die Behörden die Reißleine und entziehen die Lizenz.

08.07.2026, 23:26 Uhr

Ein Internat im US-Bundesstaat Utah, an dem Paris Hilton nach eigener Aussage in ihrer Jugend misshandelt wurde, verliert seine Betriebserlaubnis und muss schließen. Wie mehrere US-Medien berichteten, entzog die Gesundheits- und Sozialbehörde der privaten Provo Canyon School in Springville die Lizenz.

Die 45-jährige Sängerin und Unternehmerin reagierte erleichtert. Auf Instagram schrieb Hilton, sie habe für diesen Schritt „gekämpft und gebetet“. Zugleich dankte sie den vielen Betroffenen, die über Jahre hinweg den Mut gehabt hätten, ihre Erlebnisse öffentlich zu machen. Nun würden die Kinder endlich aus der Einrichtung herausgeholt. Die Entscheidung sei ein wichtiger Schritt, um künftige Generationen besser zu schützen.

Gegenüber dem Magazin People sagte Hilton, seit mehr als 50 Jahren hätten Kinder von Missbrauch, Vernachlässigung und traumatischen Erfahrungen in der Schule berichtet. Sie selbst sei eines dieser Kinder gewesen. Das Mädchen in ihr, dem damals eingeredet worden sei, dass ihm niemand glauben werde, fühle sich nun endlich bestätigt.

Behörde nennt Mängel und Verstöße

Als Grund für den Lizenzentzug führte die zuständige Behörde mehrere Pflichtverletzungen der Schule an. Dazu zählten laut Berichten unter anderem eine unzureichende medizinische Betreuung der Schülerinnen und Schüler. Nach Angaben des Senders ABC hatten zudem Eltern Klagen eingereicht.

Hilton spricht seit Jahren über ihre Erfahrungen

Bereits in der 2020 veröffentlichten Dokumentation This Is Paris hatte Hilton öffentlich geschildert, dass sie als Jugendliche in Einrichtungen für sogenannte verhaltensauffällige Teenager Gewalt und Missbrauch erlebt habe. Später setzte sie sich auch in Washington wiederholt für strengere Kontrollen und mehr Schutz für Minderjährige in solchen Programmen ein.

Paris Hilton
Paris Hilton setzte sich für besseren Schutz von Minderjährigen in privaten Jugendeinrichtungen ein. Quelle: Pablo Martinez Monsivais/AP/dpa

Bei einer Anhörung im Jahr 2024 erklärte Hilton, diese Einrichtungen hätten Heilung, persönliche Entwicklung und Unterstützung versprochen. Stattdessen, so berichtete die zweifache Mutter, habe sie zwei Jahre lang weder frei sprechen noch sich frei bewegen dürfen. Zudem sei sie gegen ihren Willen mit Medikamenten behandelt und von Mitarbeitenden sexuell missbraucht worden. Ihre Eltern hätten davon nichts gewusst, sagte Hilton. Sie seien von den Betreibern getäuscht worden, die sie als Teil einer profitorientierten Industrie bezeichnete.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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