Ed Sheeran äußert sich nach Streit um Macklemore bei Konzert in Philadelphia
Bei seinem ersten Auftritt seit dem Ausschluss des Rappers Macklemore aus dem Vorprogramm seiner US-Tour hat sich Ed Sheeran zu den Vorfällen geäußert. Übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge richtete sich der 35-Jährige bei seinem Konzert in Philadelphia zunächst mit einigen Worten an das Publikum, bevor er weitere Songs spielte.
Sheeran sagte, Kritik an seiner Musik sei für ihn nichts Neues. In der vergangenen Woche habe sich die Kritik jedoch auf etwas deutlich Wichtigeres bezogen. Er habe schwierige Entscheidungen treffen müssen, mache Fehler und es tue ihm „so, so leid“. Zugleich betonte er, seine Konzerte sollten sichere Orte für alle Menschen sein. Er wolle kein Aktivist sein und seine Fans nicht enttäuschen. Deshalb stehe er an diesem Abend allein auf der Bühne und setze seine Tour fort.
Propalästinensische Demonstranten vor dem Stadion
Weiter erklärte Sheeran, die Kontroverse habe ihn „in die Mitte eines wichtigen und leidenschaftlichen Streits über die Redefreiheit und das komplexeste politische Thema des Planeten“ geworfen. In diesem Zusammenhang verurteilte er sowohl das Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 in Israel als auch das israelische Vorgehen im Gazastreifen scharf.
Vor dem Stadion, in dem das Konzert stattfand, hatten sich US-Medien zufolge einige propalästinensische Demonstranten versammelt.
Macklemore hatte Anfang der Woche öffentlich gemacht, dass er nach propalästinensischen Äußerungen nicht mehr als Support-Act bei den verbleibenden Terminen von Sheerans „Loop“-Tour auftreten werde. In der Folge solidarisierten sich mehrere Musiker mit dem US-Rapper und sagten ebenfalls geplante Auftritte im Vorprogramm ab. Sheeran hatte zuvor betont, dass die Entscheidung über Macklemores Ausschluss vom Tourveranstalter getroffen worden sei und nicht von ihm selbst.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber