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Musk-Ex kassiert 40 Millionen Euro Schweigegeld?

Venedig zeigt eine explosive Musk-Doku – noch vorab stichelt er. Dann erhebt seine Ex bei der Premiere schwere Vorwürfe.

09.09.2026, 07:00 Uhr

Vorwürfe bei Premiere einer neuen Musk-Dokumentation

Bei der Vorstellung einer neuen Dokumentation über Elon Musk in Venedig hat eine Aussage seiner Ex-Partnerin Ashley St. Clair für großes Aufsehen gesorgt. Auf einer Pressekonferenz bei den Filmfestspielen erklärte sie, man habe ihr 40 Millionen Euro angeboten, damit sie nicht in dem Film mitwirkt. Eine Reaktion von Musk gab es zunächst nicht, auch auf eine Anfrage der dpa äußerte er sich vorerst nicht. In der Vergangenheit hatte der Unternehmer das Projekt jedoch bereits mehrfach scharf kritisiert.

St. Clair hatte im Februar 2025 öffentlich gemacht, dass sie Mutter eines von Musks Kindern ist. In der fast vierstündigen Dokumentation tritt sie als Interviewpartnerin auf. Dort berichtet sie, dass ihr bereits zuvor eine hohe Summe geboten worden sei, damit sie die Identität des Vaters nicht publik macht. Regisseur Alex Gibney sagte in Venedig zudem, er habe vergeblich versucht, Musk selbst für ein Gespräch zu gewinnen.

Film beleuchtet Musks Macht und politische Verbindungen

Die Dokumentation zeichnet Musks Aufstieg nach und stellt vor allem die Frage, wie ein einzelner Unternehmer eine derart große Machtposition erreichen konnte. Gibney übt dabei Kritik an den engen Verbindungen von Musks Firmen zum US-Verteidigungssektor und zur Raumfahrtbehörde NASA. Zudem verweist er darauf, dass Personen aus Musks Umfeld im Rahmen einer Sparoffensive unter Präsident Donald Trump weitreichenden Zugang zu sensiblen staatlichen IT-Systemen und persönlichen Daten erhalten hätten.

Filmfestspiele Venedig - "Musk"
Die Journalistin Zoë Schiffer, Regisseur Alex Gibney und Ashley St. Clair vor der Pressekonferenz zum Film. Quelle: Scott A Garfitt/Invision/AP/dpa

Der Regisseur wirft auch die Frage auf, wofür solche Informationen genutzt werden könnten – insbesondere vor dem Hintergrund, dass Musk ebenfalls ein Unternehmen im Bereich Künstliche Intelligenz kontrolliert.

Darüber hinaus vertritt der Film die These, Musk habe die Republikaner im US-Wahlkampf auch aus eigenem Interesse mit sehr hohen Summen unterstützt. Demnach sahen sich Unternehmen wie Tesla und SpaceX unter der Regierung von Joe Biden zahlreichen behördlichen Untersuchungen gegenüber. Eingeblendet wird dazu ein Video-Interview mit Musk aus dem Oktober 2024, in dem er mit Blick auf Trump sagt: „Wenn er verliert, bin ich erledigt. Was glaubt ihr, wie lange meine Haftstrafe sein wird?“

Musk nennt das Projekt eine „Schmutzkampagne“

Gibney greift in seinem Film mehrere Stationen aus Musks Karriere auf und stellt dessen öffentliche Selbstdarstellung infrage. Ein Thema ist unter anderem Musks Rolle bei Tesla und der Umgang mit Mitgründer und Ex-Chef Martin Eberhard, nachdem Musk als früher Investor die Kontrolle über den Elektroautohersteller übernommen hatte.

Eine zentrale Aussage des Films lautet, dass Musk seinen Erfolg auch seiner Fähigkeit verdanke, große Zukunftsvisionen zu vermarkten und zweifelhafte Behauptungen überzeugend als Tatsachen erscheinen zu lassen.

Auf die Ankündigung der Dokumentation hatte Musk bereits im März 2023 mit den Worten reagiert: „It’s a hit piece“, also sinngemäß: eine Schmutzkampagne. Gibney entgegnete damals knapp: „Woher wollen Sie das wissen?“

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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