Video mit Susanne Daubner befeuert Spekulationen um das «Jugendwort des Jahres»
Kurz vor der offiziellen Verkündung des «Jugendworts des Jahres» hat ein Clip mit Tagesschau-Sprecherin Susanne Daubner in den sozialen Netzwerken für viel Aufmerksamkeit gesorgt.
In dem Video wirkt es zunächst so, als wolle die 65-Jährige – wie in den vergangenen Jahren – das neue Jugendwort präsentieren. Im gelben Blazer steht sie scheinbar im Studio und kündigt an: «Jetzt ist es endlich so weit, das Jugendwort 2026 steht fest. Der Gewinner in diesem Jahr lautet …».
Dann folgt jedoch die überraschende Wendung: Beim Blick in ihren digitalen Kalender merkt Daubner an, dass sie sich im Datum vertan habe. «Ach, ist heute erst der 9.?», sagt sie.
Statt das Wort aufzulösen, spricht sie anschließend über angebliche weitere Termine in ihrem Kalender, darunter ein «Gundula-Gause-Cosplay» und ein «GTA-IV-Überraschungs-Release». Zum Schluss verabschiedet sie sich mit den Worten: «Sorry Leute, ich komme morgen nochmal, aber vielleicht wisst ihr es ja jetzt schon.»
Viele Reaktionen in den sozialen Medien
Der am frühen Morgen veröffentlichte Beitrag sammelte auf Instagram innerhalb weniger Stunden Hunderttausende Likes. In den Kommentaren griffen viele Nutzer direkt Begriffe aus der aktuellen Endauswahl auf. So hieß es etwa: «Susanne ragebaitet uns alle» oder «Ragebait, der kein rage auslöst». Andere kommentierten: «Peak ragebait Content (…) ich geh crashout hier».
Tatsächlich gehören «Ragebait», «Peak» und «Crashout» zu den diesjährigen Finalisten.

Das bedeuten die Kandidaten
Mit «Ragebait» sind Inhalte in sozialen Medien gemeint, die gezielt provozieren sollen, um Reaktionen, Diskussionen und Reichweite zu erzeugen – etwa durch steile Thesen oder falsche Behauptungen.
«Peak» steht für etwas Herausragendes, also gewissermaßen das Beste vom Besten.
Ein «Crashout» beschreibt einen Moment, in dem jemand völlig die Kontrolle oder Fassung verliert.
Bekanntgabe am Samstag
Der Verlag Pons Langenscheidt will den Sieger am Samstag um 14.00 Uhr bekanntgeben. Im vergangenen Jahr setzte sich «Das crazy» durch.
Seit 2008 stimmen junge Menschen zwischen 11 und 20 Jahren darüber ab, welcher Ausdruck aus ihrer Sicht besonders angesagt ist.
Daubner ist längst Kultfigur der Aktion
Susanne Daubner gilt inzwischen als feste Größe rund um das Jugendwort. 2021 stellte sie in einem viel beachteten Clip etwa das Wort «Cringe» vor und erklärte es in ihrem typischen, nüchternen Stil mit dem Satz: «Cringe ist das Gefühl, das Sie haben, wenn ich den folgenden Satz sage:
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber