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Wesemann wieder Europakönig – Silber für Pfeif/Wassen

Nach dem EM-Fehlstart schlagen Deutschlands Wasserspringer zurück – und dann entscheidet ausgerechnet der allerletzte Sprung.

01.08.2026, 23:03 Uhr

Wesemann verteidigt EM-Titel vom 1-Meter-Brett

Moritz Wesemann hat bei den Europameisterschaften im Wasserspringen in Paris erneut Gold vom 1-Meter-Brett gewonnen. Der 24-Jährige wiederholte damit seinen Triumph aus dem Vorjahr und sicherte Deutschland am zweiten Wettkampftag bereits die zweite Medaille.

Mit 431,45 Punkten setzte sich der Springer klar vor dem Briten Jack Laugher und dessen Landsmann Jordan Houlden durch. Auf Laugher betrug sein Vorsprung 13,20 Punkte, Houlden lag sogar 21,15 Zähler zurück.

Dabei trotzte Wesemann nicht nur der starken Konkurrenz, sondern auch einer schmerzhaften Blessur am rechten Schulterblatt sowie der Enttäuschung nach dem missglückten Mixed-Teamwettbewerb vom Freitag. Vom ersten Sprung an lag der Athlet des SV Halle/Saale durchgehend auf einem Medaillenrang und zeigte im Duell mit den beiden Briten starke Nerven.

Die Entscheidung fiel erst im letzten Durchgang. Wesemann wählte den Sprung mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad, brachte ihn nahezu blitzsauber ins Wasser und erhielt dafür die entscheidenden hohen Noten.

Pfeif und Wassen holen Silber vom Turm

Schon zuvor hatte das deutsche Synchron-Duo Pauline Pfeif und Elena Wassen vom Turm die Silbermedaille gewonnen. Nur die Britinnen Maisie Bond und Lois Toulson waren besser.

Pfeif und Wassen präsentierten sich vom ersten Versuch an hellwach und sicher. Vor allem ihren schwierigsten dritten Sprung brachten sie nervenstark sauber ins Wasser. Auch in den übrigen Durchgängen blieben sie weitgehend fehlerfrei. Das gelang neben den beiden Deutschen nur den späteren Europameisterinnen aus Großbritannien.

„Wir sind superhappy über Silber. Natürlich ärgert man sich ein wenig, wenn am Ende nur knapp zwei Punkte fehlen“, sagte Pfeif.

Für Wassen, die im vergangenen Jahr verletzungsbedingt pausieren musste, erfüllte sich mit dem Podestplatz ein Traum: „Ich wollte unbedingt eine EM-Medaille gewinnen.“

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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