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US Open-Coup: So verblüfft Rybakina die Superstars

Final-Kracher in New York: Rybakina stoppt Sabalenkas Titel-Hattrick – und die Promi-Riege staunt auf der Tribüne.

13.09.2026, 00:40 Uhr

Jelena Rybakina hat zum ersten Mal die US Open gewonnen und Aryna Sabalenkas dritten Titel in Serie in New York verhindert. Die Kasachin setzte sich im Endspiel der aktuell wohl besten Tennisspielerinnen mit 6:4, 5:7, 6:2 durch. Am Montag wird die 27-Jährige zudem Sabalenka nach 99 Wochen an der Spitze der Weltrangliste ablösen.

Nach dem Match nahm Rybakina die Trophäe von Tennis-Ikone Maria Scharapowa entgegen und küsste den Pokal vor goldenen Pyro-Fontänen. "Es ist schwierig, Worte zu finden", sagte sie sichtlich bewegt. "Ich bin die vergangenen zehn Jahre hierhergekommen und war nie erfolgreich, nicht mal knapp dran. Es ist einfach unglaublich."

Vor prominenten Zuschauern wie Brad Pitt, Pink und Paris Hilton machte Sabalenka zu viele vermeidbare Fehler. Damit verpasste die Belarussin die Chance, als erst dritte Spielerin im Profitennis drei US-Open-Titel nacheinander zu gewinnen. Zuvor war das nur Serena Williams von 2012 bis 2014 sowie Chris Evert von 1975 bis 1978 gelungen.

"Ich bin natürlich enttäuscht, aber ich möchte dir zu einem unglaublichen Jahr gratulieren", sagte Sabalenka unter Tränen in Richtung Rybakina. Auch die Unterstützung von Eisschnelllauf-Star Jutta Leerdam und Influencer Jake Paul auf der Tribüne brachte ihr kein Glück.

Für Rybakina ist es bereits der dritte Grand-Slam-Titel ihrer Karriere. Schon im Finale der Australian Open zu Beginn der Saison hatte sie sich gegen Sabalenka durchgesetzt.

Sabalenka zu fehlerhaft

Sabalenka hatte vor der Partie ein körperlich wie mental schwieriges Duell erwartet – und genau so entwickelte sich das Match zunächst. Beide Spielerinnen setzten von Beginn an auf druckvolles Power-Tennis von der Grundlinie. Rybakina erspielte sich früh zwei Breakchancen, doch Sabalenka wehrte beide ab und feierte das lautstark mit einem "Let’s Go".

Im weiteren Verlauf fehlte Sabalenka jedoch immer wieder die Präzision. Mit einem Doppelfehler gab sie ihr Service zum 2:3 ab, reagierte frustriert und schlug den Ball auf die Tribüne, was ihr eine Verwarnung einbrachte.

Auch Rybakina wirkte zwischenzeitlich nervös. Dennoch holte sie sich nach 44 Minuten den ersten Satz – obwohl nur 27 Prozent ihrer ersten Aufschläge im Feld landeten. Während Sabalenka missmutig mit ihrer Tasche in die Kabine verschwand, suchte Rybakina länger das Gespräch mit ihrem Trainerteam.

Wende im zweiten Satz, klare Entscheidung im dritten

In einer Pause zog sich Sabalenka ein weißes Handtuch über den Kopf. Die kurze Abschirmung vom lauten Arthur Ashe Stadium schien Wirkung zu zeigen. Danach traf sie genauer, variierte ihr Spiel stärker und punktete mehrfach mit gelungenen Stopps. Auch die Stars auf den Rängen, darunter Brad Pitt, gingen bei spektakulären Ballwechseln begeistert mit.

Beim Stand von 5:4 ließ Sabalenka zunächst noch zwei Satzbälle ungenutzt. Gut 15 Minuten später gelang ihr aber doch der Satzausgleich, den sie mit einer wuchtigen Rückhand beim Return perfekt machte.

Im entscheidenden dritten Satz blieb Rybakina jedoch unbeeindruckt. Sie nahm Sabalenka früh den Aufschlag ab und kontrollierte anschließend das Geschehen. Sabalenka verlor erneut die Ruhe, haderte mit sich selbst und wirkte zunehmend beschäftigt mit ihrer eigenen Verfassung. Beide Spielerinnen schienen körperlich nicht mehr ganz frisch, doch Rybakina zog davon und besiegelte ihren Premierentitel in New York schließlich mit einem Ass.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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