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Königsetappe dominiert: Holt Mas jetzt die Vuelta?

Spanien bebt: Altstar Landa triumphiert in der Königsetappe – und Enric Mas ist der Vuelta-Gesamtsieg fast sicher.

12.09.2026, 17:52 Uhr

Enric Mas hat auf der schweren Königsetappe alle Vorstöße seiner Rivalen abgewehrt und steht bei der Vuelta kurz vor dem größten Triumph seiner Laufbahn. Vor dem abschließenden Teilstück führt der 31 Jahre alte Spanier die Gesamtwertung mit 2:15 Minuten Vorsprung auf Primoz Roglic an. Sollte er das Rot ins Ziel bringen, wäre er der erste spanische Gesamtsieger seit Alberto Contador im Jahr 2014.

Den Etappensieg auf den 186,6 Kilometern von La Calahorra nach Collado del Alguacil, gespickt mit 4.850 Höhenmetern, holte sich Mikel Landa. Der 36-jährige Spanier setzte sich als Solist durch. Hinter ihm belegte der Norweger Tobias Johannessen Rang zwei, Dritter wurde der Belgier Ramses Debruyne. Mas war zusammen mit den weiteren Anwärtern auf den Gesamtsieg – darunter Roglic und der drittplatzierte Österreicher Felix Gall – schon nach dem zweiten von insgesamt fünf Anstiegen, rund 80 Kilometer vor dem Ziel, ohne Helfer unterwegs. Gall konnte Mas im Finale noch 17 Sekunden abnehmen.

Schlussetappe womöglich entschärft

Trotzdem präsentierte sich der erfahrene Movistar-Profi insgesamt abgeklärt. Mit einer defensiven, aber kontrollierten Fahrweise ließ er keine entscheidende Attacke zu. Unter Zugzwang stand vor allem Roglic, der mit 1:37 Minuten Rückstand in die Etappe gestartet war. Der Slowene, der mit einem fünften Gesamterfolg alleiniger Rekordsieger der Vuelta werden könnte, fand jedoch nicht die Kraft für einen erfolgreichen Angriff und verlor am letzten Berg sogar den Anschluss. Roglic war Anfang Juli im Training von einem Auto angefahren worden und hatte sich seither nur eingeschränkt vorbereiten können.

Die letzte Etappe führt am Sonntag über lediglich 112 Kilometer nach Granada. Nach etwa 70 Kilometern wird die Ziellinie erstmals passiert, danach stehen noch vier Schlussrunden an. Medienberichten und Gerüchten zufolge könnte das Rennen noch vor der letzten Runde neutralisiert werden, sodass die Gesamtwertung bereits feststeht. In diesem Fall würde nur noch der Etappensieg ausgefahren. Als Grund wird die Sicherheit der Fahrer genannt, eine offizielle Bestätigung dafür gibt es bislang aber nicht.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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