Siegemund kritisiert Sonderbehandlung nach Auftritt von Osaka bei den French Open
Laura Siegemund hat nach ihrem Erstrunden-Aus bei den French Open deutliche Kritik am Auftritt von Naomi Osaka geäußert. Die deutsche Tennisspielerin störte sich weniger an der auffälligen Kleidung ihrer Gegnerin als an der aus ihrer Sicht unterschiedlichen Behandlung prominenter Spielerinnen.
Nach der 3:6, 6:7 (3:7)-Niederlage sagte die 38-Jährige bei Eurosport, bei Grand-Slam-Turnieren werde normalerweise auf jede Sekunde geachtet. Wenn sich jemand dann noch zusätzlich anderthalb Minuten zum Umziehen nehmen könne, habe sie damit ein Problem.
Siegemund sieht darin ein weiteres Beispiel dafür, dass bekannte Namen anders behandelt würden. Entscheidend sei für sie nicht, ob jemand mit einer Schleppe auf den Platz komme oder nicht. Das interessiere sie kaum.
Osaka mit Glitzer-Look auf dem Suzanne-Lenglen-Court
Osaka, die seit Jahren für auffällige Outfits bekannt ist, war zu ihrem Auftaktmatch gegen Siegemund in einem glitzernden Ensemble erschienen. Auf dem Court Suzanne-Lenglen legte die Japanerin nach dem Einlaufen zunächst ein schwarzes Übergewand ab. Darunter kam ein goldfarbenes, funkelndes Matchdress zum Vorschein.
Nach ihrem umkämpften Sieg erklärte Osaka auf dem Platz, sie fühle sich ein wenig so, wie der Eiffelturm aussehe, wenn er nachts funkelt.
Siegemund: Keine Modenschau auf dem Tennisplatz
Zur Kleidung ihrer Gegnerin sagte Siegemund, ihr sei das völlig egal. Sie komme auf den Platz, um Tennis zu spielen, nicht um an einer Modenschau teilzunehmen. Wenn andere das anders handhaben wollten, sei das für sie in Ordnung.

Osaka sieht Mode als Ausdrucksmittel
Kurz vor Beginn des Turniers hatte Osaka erklärt, dass sie nicht besonders viel rede und deshalb auch über ihre Kleidung kommuniziere. Gerade darin liege für sie der Spaß. Im Tennis sei dieser Aspekt ihrer Meinung nach zuletzt etwas verloren gegangen.
Die 28-Jährige sagte zudem, sie habe schon als Kind mit Begeisterung die Outfits von Serena und Venus Williams verfolgt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion