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Roth staunt: Laidlow knackt die Weltbestzeit

Weltrekord in Roth! Laidlow deklassiert Blummenfelt – und ein deutscher Debütant sorgt für die nächste Sensation.

05.07.2026, 14:11 Uhr

Sam Laidlow hat die Challenge Roth zum zweiten Mal in Folge gewonnen und dabei Triathlon-Geschichte geschrieben. Der Franzose absolvierte die Langdistanz über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen in 7:21:04 Stunden und setzte damit eine neue Weltbestmarke.

Getragen von der Stimmung im Stadion lief der 27-Jährige auf den letzten Metern noch einmal schneller, schlug immer wieder die Hände vors Gesicht und schüttelte ungläubig den Kopf. „Ich war am Kämpfen, aber mein Team, meine Freundin und die Zuschauer haben mich ins Ziel getragen“, sagte Laidlow nach seinem Erfolg.

Auch von Jan Frodeno gab es großes Lob. Der dreimalige Ironman-Weltmeister, der vor zehn Jahren selbst in Roth eine Weltbestzeit aufgestellt hatte, sagte: „Einfach toll die Leistung von Sam.“ Frodeno hatte seine Karriere vor zwei Jahren beendet.

Favorit Blummenfelt muss sich geschlagen geben

Laidlow unterbot die bisherige Bestzeit von Kristian Blummenfelt, der im April beim Ironman Texas 7:21:24 Stunden erreicht hatte. Der Norweger galt bei seiner Roth-Premiere als großer Favorit, musste sich diesmal aber mit Rang zwei begnügen.

Blummenfelt lag vor dem abschließenden Marathon fast 13 Minuten zurück, arbeitete sich vom fünften Platz aber noch nach vorn. Im Ziel betrug sein Rückstand auf Laidlow 5:20 Minuten.

Debütant Bogen überrascht mit Rekordzeit

Für eine der stärksten Leistungen des Tages sorgte Rico Bogen. Der Leipziger belegte bei seiner Premiere auf der Langdistanz den dritten Platz in 7:27:53 Stunden. Noch nie zuvor war ein Athlet bei seinem Debüt über diese Strecke schneller.

Der 25-Jährige, Weltmeister von 2023 über die 70.3-Distanz, mischte dank einer starken Radleistung lange ganz vorne mit. Zwischenzeitlich sah es sogar nach Platz zwei aus, ehe Blummenfelt ihn auf der Laufstrecke bei etwa Kilometer 39 noch abfing.

„Ich bin super happy über den dritten Platz bei der ersten Langdistanz“, sagte Bogen. „Ich habe auf keinen Fall gedacht, dass das mit dem Podium klappt.“ Zur Atmosphäre meinte der Roth-Neuling: „Es war noch krasser als das, was ich gehört hatte.“ Die Bedingungen galten mit Temperaturen von rund 23 Grad als günstig.

Patrick Lange kündigt Abschied in Roth 2027 an

Der dreimalige Ironman-Weltmeister Patrick Lange spielte im Kampf um die Spitzenplätze keine entscheidende Rolle. „Ich hatte keine Chance bei dem, was die abfeuern. Ich bin ja gut gefahren, aber die Zeiten…“, sagte der 39-Jährige kopfschüttelnd.

Zugleich kündigte der Darmstädter an, seine Karriere 2027 in Roth beenden zu wollen.

Zuschauerrekord in Roth

Die diesjährige Ausgabe sorgte auch abseits der Strecke für neue Dimensionen. So viele Zuschauer wie diesmal hatte es in Roth noch nie gegeben. Die Schätzungen lagen bei rund 300.000 Menschen.

Renndirektor Felix Walchshöfer sprach bereits vor dem Zieleinlauf von einem Zuschauerrekord. Die Stimmung entlang der Strecke und im Stadion beeindruckte die Athletinnen und Athleten einmal mehr.

Siffert triumphiert bei den Frauen

Bei den Frauen setzte sich die Schweizerin Alanis Siffert durch. Die Vorjahresdritte gewann nach 8:09:09 Stunden und verwies die favorisierte Britin Lucy Charles-Barclay mit einem Rückstand von 7:32 Minuten auf Platz zwei.

Auch Siffert hob die besondere Atmosphäre hervor und rief den Fans im Ziel zu: „Ihr habt mir heute alle Flügel gegeben.“ Beste Deutsche war die Leipzigerin Caroline Pohle. Bei ihrem Langstrecken-Debüt wurde sie Fünfte, 23:40 Minuten hinter der Siegerin.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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