Die San Francisco 49ers sind mit einem unerwartet klaren Erfolg in die neue NFL-Spielzeit gestartet. Im ersten regulären Ligaspiel auf australischem Boden setzte sich das Team aus Kalifornien mit 27:7 gegen die hoch eingeschätzten Los Angeles Rams durch.
Vor mehr als 100.000 Zuschauern im Melbourne Cricket Ground dominierte 49ers-Quarterback Brock Purdy das Duell mit Matthew Stafford, dem amtierenden MVP. Purdy brachte drei Touchdown-Pässe an, während Stafford kein einziges Mal die Endzone per Wurf fand. Bei den Rams war Puka Nacua mit fünf Catches für 74 Yards noch einer der auffälligsten Akteure.
Späte Anreise bringt den Rams keinen Vorteil
Auch die viel gelobte Defensive der Rams, verstärkt durch Neuzugang Myles Garrett, konnte dem Spiel kaum ihren Stempel aufdrücken. Aaron Donald, der nach langer Pause sein spektakuläres Comeback angekündigt hatte, fehlte in Australien allerdings noch. Der Defensivstar war nicht mitgereist und stand daher nicht zur Verfügung.
Auffällig war zudem die unterschiedliche Vorbereitung beider Teams. Die Rams entschieden sich für eine äußerst späte Ankunft und landeten erst einen Tag vor dem Kickoff in Melbourne. San Francisco dagegen reiste bereits mehr als eine Woche im Voraus an, um sich frühzeitig an die Bedingungen vor Ort zu gewöhnen.
Rams-Coach Sean McVay wollte die Niederlage dennoch nicht auf die Reise schieben. "Ich will keine Ausreden suchen. Egal, ob es ums Reisen geht oder um etwas anderes – in dieser Phase waren wir einfach nicht gut genug", sagte McVay. "Wir haben nicht gut genug gearbeitet, das werden wir aufarbeiten und dann nach vorn blicken."
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber