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Hockey-Damen überraschen die USA und lösen das Ticket

Drama bis zum Schluss: Mit dem 3:1 gegen die USA retten sich die Hockey-Damen in die Top Acht – und entgehen dem WM-K.o.

19.08.2026, 16:18 Uhr

Die deutschen Hockey-Nationalteams haben bei der Weltmeisterschaft im belgischen Wavre die Zwischenrunde erreicht. Während die Herren ihre Vorrundengruppe als Erster abschlossen, sicherten sich die Damen mit einem Sieg gegen die USA noch Platz zwei in Gruppe B.

Herren ziehen als Gruppensieger weiter

Die deutschen Hockey-Herren trennten sich im letzten Gruppenspiel bei starkem Regen 1:1 (0:0) von Frankreich und zogen damit als Gruppensieger in die Zwischenrunde ein. Der Weltmeister und Europameister war bereits vor der Partie für die Runde der besten Acht qualifiziert.

Justus Weigand brachte die deutsche Auswahl in der 43. Minute nach einer Hereingabe von Thies Prinz in Führung. Frankreich gelang aber noch 39 Sekunden vor dem Ende in doppelter Überzahl der Ausgleich durch Louis Haertelmeyer.

Bundestrainer André Henning zeigte sich mit dem Zwischenstand insgesamt zufrieden, ärgerte sich aber über das späte Gegentor. Der Platz sei durch den anhaltenden Regen sehr nass und langsam gewesen. Auch Thies Prinz, der den leicht angeschlagenen Kapitän Tom Grambusch vertrat, stellte klar, dass trotz des späten Ausgleichs die Freude über den Gruppensieg überwiege.

In der Zwischenrunde treffen die DHB-Herren bereits am Freitagabend auf den Zweiten der Gruppe C. Als mögliche Gegner kommen Australien, Spanien oder Irland infrage. Dank des 1:0-Erfolgs gegen Belgien nimmt der Titelverteidiger drei Punkte mit in die nächste Phase. Prinz warnte allerdings davor, den zusätzlichen freien Tag im Kopf als Pause zu werten.

Damen sichern sich Zwischenrunden-Ticket gegen die USA

Zuvor hatten die deutschen Hockey-Damen ihr letztes Vorrundenspiel mit 3:1 (1:0) gegen die USA gewonnen und damit die Zwischenrunde erreicht. Der EM-Zweite beendete Gruppe B auf Rang zwei hinter Argentinien.

Jette Fleschütz war mit zwei verwandelten Siebenmetern in der 21. und 43. Minute die entscheidende Spielerin. Zudem traf Co-Kapitänin Lisa Nolte in der 33. Minute und erzielte damit auch im dritten WM-Spiel ein Tor. Für die USA verkürzte Ashley Sessa in der 39. Minute zwischenzeitlich auf 1:2.

"Wir haben das ganz erwachsen gespielt, dafür, dass wir so eine junge Truppe sind", sagte Fleschütz nach der Partie. Nolte betonte: "Es hat ein bisschen gedauert, bis das Tor gefallen ist, aber wir sind cool geblieben. Es war ein starker Fight."

Die Auswahl des Weltranglisten-Fünften brauchte einen Sieg, um weiterzukommen, und suchte von Beginn an den Weg nach vorne. Zunächst fehlte zwar die letzte Konsequenz im Abschluss, doch die Mannschaft blieb ruhig und nutzte ihre Chancen im weiteren Verlauf der Partie.

Schwierige Ausgangslage für die Damen

Am Samstag trifft Deutschland in der Zwischenrunde auf den Sieger der Gruppe C. Dort kämpfen Belgien, Spanien und Irland noch um Platz eins. Anders als die Herren starten die DHB-Damen allerdings ohne Punkte in die nächste Phase, weil sie in der Vorrunde Argentinien mit 2:3 unterlagen. Damit bleibt die Ausgangslage im Rennen um das Halbfinale schwierig.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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