Die Würzburger Kickers wollen im Rennen um den Aufstieg in die 3. Liga trotz des Erfolgs im ersten Duell nicht nachlassen. Trainer Michael Schiele machte klar, dass der knappe Vorsprung für ihn praktisch nichts zählt: "Wir haben ein 0:0. Wir wollen das Spiel zu Hause gewinnen." Vor dem Rückspiel am Montag um 18.30 Uhr in Würzburg müsse seine Mannschaft erst einmal wieder "die PS auf die Straße bringen". Mit einem Sieg oder auch einem Remis wäre der Aufstieg perfekt.
Schiele mahnt zur Wachsamkeit
Im Hinspiel bei Lok Leipzig setzten sich die Kickers mit 1:0 durch. Den einzigen Treffer erzielte Liam Omore in der 50. Minute vor 10.787 Fans im Bruno-Plache-Stadion. Schiele betonte danach bei Magenta Sport, dass seine Mannschaft im Rückspiel erneut mit derselben Entschlossenheit auftreten müsse. Nur mit einer aktiven und mutigen Spielweise könne man am Ende mindestens ein Unentschieden holen oder erneut gewinnen.
Nach Einschätzung des 48-Jährigen begegnen sich beide Teams auf Augenhöhe. Dass Würzburg seine Chancen im ersten Spiel nicht konsequenter genutzt und trotz mehrerer Großchancen keinen höheren Sieg eingefahren hat, spielt in der Vorbereitung nun keine große Rolle mehr. Schiele sieht darin sogar einen möglichen Vorteil: Bei einem 2:0 oder 3:0 hätte die Gefahr bestanden, die Lage zu locker zu nehmen. So müssten die "Antennen draußen" bleiben und alle hochkonzentriert sein.
Statistik spricht für die Kickers
Ein Blick auf die bisherige Bilanz der Aufstiegsspiele spricht für die Unterfranken. Noch nie konnte eine Mannschaft eine Heimniederlage im Hinspiel im anschließenden Auswärtsspiel noch drehen. Auch Torschütze Omore zeigte sich überzeugt vom erfolgreichen Ende. Die Ausgangslage sei gut: "Die Tür ist offen, wir treten ein am Montag."
Insgesamt haben Klubs aus der Regionalliga Bayern in zehn Anläufen sechsmal den Sprung in die 3. Liga geschafft. Die Würzburger Kickers selbst gehörten in der Saison 2014/2015 dazu, als sie sich gegen den 1. FC Saarbrücken durchsetzten – nach einem 1:0 und anschließendem 6:5 im Elfmeterschießen. In der Spielzeit 2023/2024 verpassten sie den Aufstieg dagegen auf bittere Weise, als sie trotz eines 1:0 noch im Elfmeterschießen mit 4:5 gegen die zweite Mannschaft von Hannover 96 scheiterten.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion