Starkes Erdbeben erschüttert Südmexiko
Ein heftiges Erdbeben hat den Süden Mexikos getroffen und war auch im benachbarten Guatemala deutlich zu spüren. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte erreichte das Beben eine Stärke von 7,3. Das Epizentrum lag vor der Pazifikküste Mexikos, rund 58 Kilometer südwestlich von Puerto Madero im Bundesstaat Chiapas, in einer Tiefe von etwa 18 Kilometern.
Mexikos Marineminister Raymundo Morales sagte, vorsorglich sei eine Tsunami-Warnung herausgegeben worden. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Küstengebiete vorerst zu meiden. Der Meeresspiegel könne um bis zu einen halben Meter ansteigen.
Nach Angaben des mexikanischen seismologischen Instituts folgten auf das Hauptbeben mindestens 39 mittelschwere bis starke Nachbeben. Das stärkste davon erreichte demnach eine Magnitude von 6,5.
Rund um die Städte Huixtla und Ciudad Hidalgo wurden zunächst keine Schäden gemeldet, wie Präsidentin Claudia Sheinbaum auf der Plattform X mitteilte. Die Überprüfung möglicher Schäden lief jedoch weiter, sagte Arturo Barrientos, Leiter des Zivilschutzes in Chiapas, dem Sender N+.
Auch in Guatemala waren die Erschütterungen deutlich zu spüren. Präsident Bernardo Arévalo erklärte, Todesfälle seien dort zunächst nicht gemeldet worden. Der Katastrophenschutz Conred berichtete allerdings von einigen Schäden sowie Erdrutschen.
Medienberichten zufolge wurde in der mexikanischen Stadt Tapachula eine haitianische Frau schwer verletzt. Sie soll in Panik aus einer Wohnung im zweiten Stock gesprungen sein, als sie das Beben bemerkte. Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Das Erdbeben ereignete sich um 08.48 Uhr Ortszeit (16.48 Uhr MESZ). In Chiapas verließen anschließend zahlreiche Menschen ihre Häuser und begaben sich aus Sicherheitsgründen auf die Straßen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber