Fußball

WM im Blick: Was der Bayern-Wirbel Brown antut

Brown klopft an die WM-Startelf an – doch pikante Bayern-Gerüchte aus der Heimat könnten jetzt sogar Nagelsmann aufhorchen lassen.

05.06.2026, 05:45 Uhr

Brown hält sich bei Bayern-Gerüchten bedeckt

Für Nathaniel Brown kam die Nachricht aus Deutschland zu einem eher ungünstigen Moment. Eigentlich wollte der 22 Jahre alte Nationalspieler im Trainingslager in Chicago über die bevorstehende Fußball-WM sprechen. Schließlich arbeitet er gerade daran, sich auf der linken Abwehrseite gegen den erfahreneren David Raum durchzusetzen.

Doch in der digitalen Medienrunde nach dem Training drehte sich gleich die erste Frage um den FC Bayern München. Laut Berichten von Sky und der Bild soll sich der Profi von Eintracht Frankfurt mit dem deutschen Rekordmeister bereits mündlich auf einen Vertrag bis 2031 verständigt haben. Zudem ist von ersten Kontakten zwischen den Vereinen die Rede. Frankfurt soll demnach mehr als 60 Millionen Euro Ablöse fordern.

Brown will nicht über Bayern sprechen

Brown, der nach seiner Ausbildung beim 1. FC Nürnberg in Frankfurt einen starken Entwicklungsschub genommen hat und schon bei der U21-EM im vergangenen Jahr dabei war, wollte sich zu den Spekulationen nicht äußern.

„Ich konzentriere mich voll und ganz auf die WM. Deswegen werde ich das jetzt auch nicht kommentieren. Ich bin jetzt hier.“

Auch auf die Frage, ob ihm eine schnelle Klärung seiner Zukunft vor Turnierbeginn wichtig wäre, blieb er bei seiner Linie. Für ihn zähle aktuell nur die Weltmeisterschaft.

Entscheidung für Deutschland war eindeutig

Vor der WM-Generalprobe gegen die USA am Samstagabend im Soldier Field von Chicago steht Brown nun noch stärker im Fokus. Wegen seines amerikanischen Vaters wäre auch ein Einsatz für die US-Nationalmannschaft möglich gewesen. Allerdings betonte Brown, dass das für ihn nie ernsthaft zur Debatte stand.

Nathaniel Brown
Nathaniel Brown spricht bei einer Medienrunde im DFB-Trainingslager. (Archivbild) Quelle: Federico Gambarini/dpa

„Für mich war immer klar, dass ich für Deutschland spielen will.“

Deutschland sei das Land seiner Mutter und das Land, in dem er aufgewachsen sei. Dennoch gefällt ihm der Aufenthalt in den USA.

Nagelsmann beobachtet genau

Bundestrainer Julian Nagelsmann dürfte genau registrieren, wie der junge Verteidiger mit der zunehmenden Aufmerksamkeit und den Transfergerüchten umgeht. Brown selbst sieht darin kein Problem.

„Mich beeinflusst das nicht. Ich freue mich extrem, dass ich bei der Nationalmannschaft dabei bin.“

Marktwert könnte weiter steigen

Auch ohne die Diskussion um einen möglichen Wechsel zählt Brown zu den spannendsten Spielern im deutschen Kader. Er bringt hohes Tempo mit, ist noch jung und befindet sich in guter Form. Beim 4:0 gegen Finnland stand er zuletzt in der Anfangsformation.

Damit rückt er noch stärker ins Rampenlicht. In Frankfurt, wo Brown noch bis 2030 unter Vertrag steht, dürften die Verantwortlichen aufmerksam verfolgen, wie sich der Marktwert ihres Talents in den kommenden Wochen entwickelt. Vor allem dann, wenn er bei der WM weitere Einsatzminuten sammelt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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