Fußball

Watzke bremst Klopp-Hype: «Erst mal spielen»

Klopp zum DFB? Watzke verrät, warum der Deal härter war als gedacht – und warnt vor zu viel Euphorie zum Start.

18.09.2026, 11:58 Uhr

DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke hat die große Begeisterung rund um den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp etwas gebremst. Der Coach hatte am Donnerstag mit einer auffälligen Nominierung von 44 Spielern für die Nationalmannschaft für Aufmerksamkeit gesorgt.

„Das erinnert ein bisschen an die Vorbereitung auf eine Saison – da ist die Stimmung auch immer bestens. Entscheidend ist aber, was auf dem Platz passiert. Und direkt zum Start vier Spiele zu absolvieren, ist eine große Aufgabe“, sagte Watzke im Gespräch mit Sky für die Sendung Meine Geschichte bei Sky.

Klopp beginnt seine Amtszeit ab dem 24. September mit vier Nations-League-Partien innerhalb von zehn Tagen. Gegner sind die Niederlande, zweimal Griechenland sowie Serbien. „Gleich zum Auftakt gegen Holland, das ist natürlich anspruchsvoll. Aber ich freue mich darauf“, erklärte Watzke. Er hatte schon zu gemeinsamen Dortmunder Zeiten mit Klopp Erfolge gefeiert, als er Borussia Dortmund führte.

Watzke über Klopps Verpflichtung: „Es war nicht einfach“

Nach dem enttäuschenden WM-Sommer und dem Ende der Zusammenarbeit mit Julian Nagelsmann hatte Watzke maßgeblich daran gearbeitet, Klopp für den DFB zu gewinnen. Der 59-Jährige stand zuvor noch bei Red Bull als Head of Global Soccer unter Vertrag. Nach Watzkes Darstellung war der Wechsel deutlich komplizierter, als viele angenommen hatten.

„Das war keineswegs leicht, weil Red Bull sehr zufrieden mit ihm war. Und es ging dabei ja nicht nur um Oliver Mintzlaff, dem man sicher auch unterstellen kann, dass ihm der deutsche Fußball am Herzen liegt“, sagte Watzke. Die Gespräche hätten sich zwar Schritt für Schritt verbessert, doch zu Beginn seien dabei „auch schon harte Worte“ gefallen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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