Fußball

Was Donau-Angler und Heimkehrer eint

Startschuss in Liga 3: Mannheim und Düsseldorf eröffnen – dann wollen drei Bayern-Clubs sofort ein Zeichen setzen.

06.08.2026, 07:02 Uhr

Die 3. Liga ist um einen ihrer auffälligsten Clubs ärmer: Nach dem erzwungenen Absturz des TSV 1860 München wegen finanzieller Probleme sind die "Löwen" nicht mehr dabei. Auch der 1. FC Schweinfurt 05 konnte den Abstieg in die Regionalliga sportlich nicht verhindern. Trotzdem ist Bayern zum Start der neuen Saison weiterhin mit drei Teams vertreten.

FC Ingolstadt

Beim FC Ingolstadt hat es in der Führungsetage einen spürbaren Umbruch gegeben. Nach mehr als viereinhalb Jahren endete die Zusammenarbeit mit Geschäftsführer Dietmar Beiersdorfer. Dafür kehrte Harald Gärtner zurück, der den FCI bereits von 2007 bis 2019 begleitet hatte und zuletzt in den USA beim Los Angeles FC tätig war. Seit Juni verantwortet zudem Rigo Hof die Kaderplanung und das Scouting.

Innerhalb und außerhalb des Vereins sei eine neue Aufbruchsstimmung zu spüren, hieß es zuletzt aus dem Clubumfeld. Auch in der Mannschaft wird ein neuer Schwung wahrgenommen. Nach dem enttäuschenden elften Platz in der vergangenen Spielzeit soll es nun deutlich nach oben gehen.

Die Vorbereitung machte Mut. Als wichtige Stützen gelten Torhüter Markus Ponath, die Defensivkraft Simon Lorenz, Mittelfeldmann Vinko Sapina sowie Angreifer Lars Lokotsch. Zum Saisonauftakt empfängt das Team von Sabrina Wittmann am Samstag um 14.00 Uhr Aufsteiger Würzburger Kickers.

SSV Jahn Regensburg

Sascha Hildmann scheint sich in Regensburg inzwischen bestens eingelebt zu haben. Der 54-Jährige, der im März das Traineramt übernahm, fühlt sich in der Oberpfalz wohl – sogar eine Angelkarte für die Donau hat er sich bereits besorgt. Nach eigener Einschätzung ist er schnell angekommen.

Michael Schiele
Michael Schiele hofft auf eine sorgenfreie Saison in Würzburg. (Archivbild) Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Sportlich hat sich der frühere Münster-Coach inzwischen ein klares Bild von seinem Kader gemacht. Allerdings muss der Jahn einige Qualität auffangen, vor allem in der Offensive. Mit Eric Hottmann, der zu Fortuna Düsseldorf ging, verlor Regensburg eine wichtige Option im Angriff.

Neu dazugekommen sind unter anderem Mittelfeldspieler Nassim Boujellab vom TSV Havelse und Stürmer Patrick Hobsch von 1860 München. Hildmann fordert vor allem mehr Durchschlagskraft und Effizienz vor dem Tor. Mit einem weiteren Platz im unteren Mittelfeld wie Rang zwölf am Ende der Vorsaison dürfte er sich kaum zufriedengeben. Der Startschuss fällt am Samstag um 14.00 Uhr bei Viktoria Köln.

Würzburger Kickers

Bei den Würzburger Kickers wirkt die Trennung von Michael Schiele im September 2020 noch immer nach. Damals hatte Felix Magath früh die Geduld verloren, danach herrschte über längere Zeit Unruhe auf der Trainerbank. Im März kehrte Schiele zurück, übernahm für Marc Reitmaier und führte die Unterfranken in der Relegation gegen Lok Leipzig direkt zurück in die 3. Liga.

Nach vier Jahren Abstinenz lautet das erste Ziel nun vor allem Klassenerhalt. Schiele zeigt sich zuversichtlich, dass der aktuelle Kader das Potenzial für eine ruhige Saison besitzt. Ein erster Härtetest wartet gleich zum Auftakt: Am Samstag um 14.00 Uhr müssen die Kickers auswärts beim FC Ingolstadt bestehen.

Verstärkt wurde die Mannschaft unter anderem mit David Kinsombi. Der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler kam aus Paderborn und soll mit seiner Erfahrung das Spiel ordnen. Mehr als 230 Einsätze in der 2. Bundesliga sprechen für seine Qualität. Kinsombi betont allerdings, dass der Erfolg nicht an einer Einzelperson hängen werde. Nur wenn die gesamte Mannschaft – von der Startelf bis zur Bank – geschlossen auftrete, könne Würzburg eine entspannte Spielzeit erleben.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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