Ein medizinischer Notfall mit tödlichem Ausgang hat das Zweitliga-Duell zwischen Eintracht Braunschweig und Dynamo Dresden überschattet. Vor 20.915 Zuschauern endete die Partie mit einem 2:2 (1:1)-Unentschieden.
Eintracht trauert um verstorbenen Fan
Der Anpfiff hatte sich wegen eines Notarzteinsatzes auf der Haupttribüne um 15 Minuten verzögert. Rettungskräfte schirmten den Bereich mit großen weißen Planen ab. Über die Stadionlautsprecher wurde zunächst mitgeteilt, dass ein Mensch um sein Leben kämpfe.
In der Halbzeit informierte der Stadionsprecher dann darüber, dass der betroffene Fan auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben sei. Nach Angaben des Vereins wünschte die Familie, dass die Begegnung mit Unterstützung der Fans fortgesetzt wird.
Eintracht Braunschweig teilte in den sozialen Medien mit, dass der Anhänger trotz sofort eingeleiteter Hilfsmaßnahmen den Transport ins Krankenhaus nicht überlebt habe. Der Club sprach der Familie und den Angehörigen sein tiefes Mitgefühl aus und betonte, dass der Fußball in einem solchen Moment in den Hintergrund rücke.
Auch nach dem Schlusspfiff stand die Trauer im Vordergrund. Braunschweigs Trainer Lars Kornetka sagte bei Sky: „Das nimmt uns alle mit. Wir fühlen uns sehr traurig.“ Dresdens Torschütze Nicolai Rapp zeigte sich „unfassbar schockiert“ und wünschte der Familie des Verstorbenen im Namen von Dynamo Dresden viel Kraft.
Hektischer Auftakt, vier Tore und kein Sieger
Sportlich fand das Kellerduell der 2. Bundesliga keinen Sieger. Dynamo Dresden ging früh durch Nicolai Rapp in der 3. Minute in Führung, doch Maximilian Entrup glich nur wenig später in der 5. Minute für Braunschweig aus.
Die Partie begann insgesamt turbulent: Schon nach wenigen Sekunden sah Dresdens Robert Wagner die Gelbe Karte. Kurz darauf setzte er den Ball in einer hektischen Anfangsphase noch an die Latte (8.).
Nach dem Seitenwechsel brachte Mehmet Aydin die Gastgeber per Foulelfmeter in der 68. Minute mit 2:1 nach vorn. Schiedsrichter Lars Erbst hatte nach einem Foul von Tobias Raschl an Andi Hoti auf Strafstoß entschieden. Die Antwort der Gäste folgte schnell: Thomas Keller erzielte nach einer Ecke in der 72. Minute den 2:2-Endstand.
Durch das Remis bleiben beide Mannschaften im Tabellenkeller.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber