Fußball

Olise schweigt plötzlich: So hart reagiert Bayern

Olises Mini-Interview sorgt für Wirbel – doch die Bayern-Bosse bleiben cool. Warum Kompany und Eberl den Franzosen feiern.

12.09.2026, 11:39 Uhr

Bayern verteidigt Olises knappen Interviewstil

Michael Olise hat mit einem ungewöhnlich kurzen TV-Interview in dieser Woche für Diskussionen gesorgt. Beim FC Bayern sieht man den Auftritt des Offensivspielers jedoch gelassen. Sportvorstand Max Eberl erklärte, dass Olise in sozialen Netzwerken sogar Zuspruch bekomme. Gerade auf Plattformen wie TikTok werde er gefeiert, weil viele ihn als jemanden wahrnähmen, der sich auf Fußball konzentriert und einfach Spaß am Spiel habe. Vor allem jüngere Fans könnten sich damit gut identifizieren.

Der 24 Jahre alte Franzose war nach dem 5:0 der Münchner in der Champions League gegen den FK Bodø/Glimt zum Spieler des Spiels gewählt worden. Deshalb stellte er sich anschließend bei DAZN den Fragen. Seine Antworten fielen allerdings äußerst knapp aus, sodass das Gespräch bereits nach rund einer Minute beendet war. Daraufhin warfen ihm einige Beobachter Arroganz oder fehlenden Respekt vor.

Kompany sieht nur Vorteile

Trainer Vincent Kompany bewertet die Situation völlig anders. Vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel am Sonntag in Elversberg sagte er, gerade solche Interviews würden schnell viral gehen und am Ende profitierten alle davon. Weder Sponsoren noch Medien hätten dadurch einen Nachteil, vielmehr hätten alle etwas davon.

Auch Eberl betonte, dass Olise vor allem Fußball spielen wolle und ihn alles drumherum eher wenig interessiere. Genau diese Einstellung und seine sportliche Klasse seien Gründe, warum man in München so zufrieden mit ihm sei. Entscheidend sei für ihn, dass Olise auf dem Platz liefere und regelmäßig zu den besten Spielern gehöre.

Kompany kann sich zudem nicht vorstellen, dass Sponsoren sich an Olises zurückhaltender Art stören. Nach seiner Erfahrung gehe es für Partner in erster Linie darum, sichtbar zu sein und erwähnt zu werden. Und genau das geschehe, wenn Olise im Mittelpunkt stehe.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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