Drei Autofahrer sind in Bayern bei Kontrollen aufgefallen, weil sie mit ungültigen, falschen oder nicht anerkannten Führerscheinen unterwegs waren. In allen Fällen beendete die Polizei die Fahrt.
In Landshut versuchte ein 60-Jähriger, sich bei einer Verkehrskontrolle mit dem Führerschein seines verstorbenen Vaters auszuweisen. Bei der Überprüfung stellte sich jedoch heraus, dass der Mann selbst keine Fahrerlaubnis besitzt.
Damit nicht genug: Anschließend zeigte er auch noch den Reisepass seines Vaters vor, um seine Identität zu verschleiern. Der Täuschungsversuch blieb erfolglos. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Missbrauchs von Ausweispapieren ermittelt.
Zwei Führerscheine dabei – beide wertlos
Besonders ungewöhnlich war ein Fall auf der A9 bei Leupoldsgrün im Landkreis Hof. Dort kontrollierten Schleierfahnder einen 21-Jährigen in einem Auto mit Hamburger Kennzeichen. Der junge Mann legte zunächst einen französischen Führerschein vor, der sich als Fälschung entpuppte.
Im weiteren Verlauf entdeckten die Beamten noch einen indischen Führerschein, der grundsätzlich echt und gültig war. Dennoch durfte der Fahrer nicht weiterfahren: Nach Angaben der Polizei lebt er bereits länger als sechs Monate in Deutschland und hätte seine Fahrerlaubnis inzwischen umschreiben lassen müssen. Gegen ihn wird nun wegen Urkundenfälschung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt.
Polnischer Führerschein war für ungültig erklärt
Auch auf der A93 bei Marktredwitz im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge stoppte die Polizei einen Fahrer ohne gültige Fahrerlaubnis. Ein 29 Jahre alter Pole zeigte bei der Kontrolle seinen polnischen Führerschein vor. Die Beamten der Grenzpolizeiinspektion Selb stellten jedoch fest, dass dieser bereits für ungültig erklärt worden war.
Auch in diesem Fall war die Fahrt beendet. Den Mann erwartet nun ebenfalls ein Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber