Gregoritsch wird Augsburgs neuer Rekordtorschütze
Michael Gregoritsch hat sich mit einem Doppelpack gegen Bayer Leverkusen einen Platz in der FCA-Geschichte gesichert. Beim 2:2 nach 0:1-Rückstand erzielte der Angreifer seine Bundesliga-Tore Nummer 37 und 38 für Augsburg und zog damit an Alfred Finnbogason vorbei. Nach der Partie sprach der 32-Jährige von einem "Tag für die Ewigkeit".
Feier mit Spezialitäten aus Österreich geplant
Den Rekord möchte Gregoritsch nicht unbemerkt lassen. Geplant ist eine Feier für Mannschaft und Verantwortliche des überraschend stark gestarteten Teams. Auf den Tisch sollen dabei auch Spezialitäten aus seiner Heimat kommen. Der Stürmer verriet, dass ein enger Freund von ihm als Koch für das österreichische Nationalteam arbeitet – und dass er österreichische Küche besonders liebt. Deshalb sollen nun Käsekrainer nach Augsburg gebracht werden. Die in Österreich populären Brühwürste, die auch unter dem Spitznamen "Eitrige" bekannt sind, könnten schon in den kommenden Tagen geliefert werden.
Rekordstart mit einem Tunnel gegen Flekken
Sein besonderer Fußballabend begann mit einem sehenswerten Treffer: Nach einem präzisen Steilpass spitzelte Gregoritsch den Ball in der 50. Minute durch die Beine von Leverkusens Torhüter Mark Flekken ins Netz. Mit einem Grinsen bezeichnete er den Treffer selbst als "Gurkerl". Nur fünf Minuten später legte er nach und köpfte nach einem Eckball völlig frei zum zweiten Mal ein.
Persönliche Bestmarke überstrahlt den Punktverlust
Dass Augsburg nach zwei Auftaktsiegen erstmals Punkte liegen ließ und damit auch die Tabellenführung abgeben musste, rückte an diesem Abend in den Hintergrund. Für Gregoritsch stand der persönliche Meilenstein im Mittelpunkt. Er schilderte, wie emotional ihn schon das Einstellen des Rekords gemacht habe – und dass das Übertreffen für ihn noch bedeutender sei. Einen solchen Platz in der Torjägerliste eines Bundesligisten habe er sich nie ausgemalt.

Viel Lob vom Trainer
Trainer Manuel Baum hob Gregoritschs Bedeutung für die Mannschaft deutlich hervor. Mit seiner langjährigen Erfahrung aus dem Profifußball und der Nationalmannschaft, zuletzt auch bei der WM in Nordamerika, sei der Offensivspieler nicht nur auf dem Rasen wertvoll. Auch in der Kabine nehme er eine wichtige Rolle ein. Aus Sicht des Trainers erfüllt Gregoritsch damit gleich zwei zentrale Aufgaben: als Leistungsträger im Spiel und als Führungspersönlichkeit daneben.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber