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Finale in den USA? Zverev kontert Fans: «Mir egal»

Zverev kämpft im US-Open-Finale gegen Shelton – und fast die ganze Arena. Was ihm kurz vor dem Showdown überraschend Ruhe gibt.

13.09.2026, 05:45 Uhr

Zverev vor US-Open-Finale gelassen trotz möglicher Fan-Unterstützung für Shelton

Alexander Zverev blickt dem Endspiel der US Open gegen den Amerikaner Ben Shelton ohne Sorge vor einer möglicherweise hitzigen Atmosphäre entgegen. Vor rund 24.000 Zuschauern im Arthur Ashe Stadium, der größten Tennisarena der Welt, zeigte sich der 29-Jährige unbeeindruckt von einem womöglich überwiegend pro-amerikanischen Publikum.

Zverev erklärte, dass ihn solche Umstände nicht aus der Ruhe bringen. Er sei es nach mehr als zehn Jahren auf der Tour gewohnt, auch in Stadien anzutreten, in denen die Mehrheit nicht hinter ihm steht. Solche Stimmungen könne er sogar genießen.

Das Finale beginnt am Sonntag um 20.00 Uhr deutscher Zeit. Für Zverev geht es dabei um seinen zweiten Grand-Slam-Titel. Shelton wiederum hat die Chance, als erster US-Amerikaner seit Andy Roddick im Jahr 2003 wieder ein Grand-Slam-Turnier bei den Männern zu gewinnen. Entsprechend dürfte ein Großteil der Zuschauer auf seiner Seite stehen.

Zverev betonte jedoch, dass er ein lautes und emotionales Publikum grundsätzlich schätzt — solange es fair bleibt und den Spielfluss nicht stört. Gerade solche besonderen Atmosphären machten große Matches aus.

Erfolg in Paris gibt zusätzliches Selbstvertrauen

Der Hamburger könnte bei den US Open als zweiter deutscher Sieger im Herren-Einzel nach Boris Becker 1989 triumphieren. Schon vor sechs Jahren hatte Zverev in New York im Finale gestanden, damals aber nach einer 2:0-Satzführung noch gegen Dominic Thiem verloren.

US Open
Die Zuschauer im Arthur Ashe Stadium werden Ben Shelton zujubeln. Quelle: Yuki Iwamura/AP/dpa

In diesem Jahr gelang ihm mit dem Titelgewinn bei den French Open bereits der erste Grand-Slam-Erfolg seiner Karriere. Dieser Sieg habe ihm nach eigenen Worten ein Stück Gelassenheit gegeben.

Trotzdem macht Zverev klar, dass ein Grand-Slam-Finale immer etwas Besonderes bleibt. Die Nervosität gehöre dazu, entscheidend sei, damit umzugehen und im entscheidenden Moment das beste Tennis abzurufen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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