Enrique nutzt Nadal-Vergleich als Ansporn vor Bayern-Rückspiel
PSG-Trainer Luis Enrique greift vor dem Champions-League-Halbfinale beim FC Bayern zu einem Vergleich mit Rafael Nadal, um seine Mannschaft zusätzlich zu pushen. Der frühere Tennis-Superstar habe einst erklärt, dass ihn die außergewöhnliche Klasse seiner großen Konkurrenten Roger Federer und Novak Djokovic selbst noch stärker gemacht habe. Genau diesen Effekt erhofft sich Enrique nun auch für Paris Saint-Germain am Mittwochabend (21.00 Uhr/DAZN) in München.
„Wir haben großen Respekt vor Bayern, weil sie hervorragenden Fußball spielen. Aber genau das macht es für uns noch reizvoller, ein so starkes Team zu bezwingen“, sagte der PSG-Coach.
Das gelang den Parisern bereits im ersten Duell, das sie nach einem spektakulären Offensivspiel mit 5:4 gewannen. Dennoch sieht Enrique darin keinen echten Vorsprung. „Wir haben einen kleinen Vorteil, aber der zählt letztlich wenig“, betonte der Spanier. „Bayern kann diesen einen Treffer jederzeit aufholen. Aber wir sind ebenfalls in der Lage, Tore zu machen. Wir reisen nicht nach München, um nur ein Resultat zu verteidigen. Wir wollen gewinnen.“
Zaire-Emery wohl als Hakimi-Vertreter
Verzichten muss Enrique auf Achraf Hakimi. Der Rechtsverteidiger aus Marokko zog sich im Hinspiel eine Oberschenkelverletzung zu. Als Ersatz gilt Warren Zaire-Emery als Kandidat, der dafür wohl aus dem Mittelfeld in die Abwehr rücken würde.
Der 20-Jährige zeigte sich bereit für diese Aufgabe. „Ich bin auf jede Situation vorbereitet“, sagte er. Wie seine Startelf konkret aussehen wird, ließ Enrique allerdings offen.
Mit Blick auf das zu erwartende Spiel nach dem wilden ersten Aufeinandertreffen meinte Zaire-Emery: „Wir stellen uns auf ein ähnliches Spiel ein, vielleicht sogar auf ein noch intensiveres.“ Sein Trainer wollte sich darauf nicht festlegen. „Es spielt keine Rolle, was ich erwarte. Es wird auf jeden Fall ein Duell auf höchstem Niveau zwischen zwei der besten Mannschaften Europas. In solchen Spielen zeigt sich, warum wir hier stehen“, sagte Enrique.
Enrique fordert Kontrolle statt Übermotivation
Für den PSG-Coach wird neben der spielerischen Qualität auch die mentale Balance entscheidend sein. „Unsere Motivation muss bei 100 Prozent liegen. 125 Prozent wären nicht gut. Es muss genau stimmen“, mahnte er.
Paris peilt den erneuten Einzug ins Finale der Königsklasse an. Erst vor knapp einem Jahr hatte der französische Meister in der Münchner Allianz Arena das Endspiel gegen Inter Mailand eindrucksvoll mit 5:0 gewonnen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion