Der FC Chelsea hat Xabi Alonso als neuen Cheftrainer verpflichtet. Einen Tag nach der Niederlage im FA-Cup-Finale gegen Manchester City machten die Blues den Deal offiziell. Der frühere Erfolgscoach von Bayer Leverkusen unterschrieb in London einen Vertrag bis Mitte 2030 und wird sein Amt am 1. Juli antreten.
„Nach meinen Gesprächen mit der Klubführung und der sportlichen Leitung ist klar, dass wir dieselben Ziele verfolgen“, sagte Alonso. „Wir wollen eine Mannschaft aufbauen, die dauerhaft auf höchstem Niveau konkurriert und um Titel kämpft.“ Zuvor hatte der 44-Jährige bereits betont, es sei eine große Ehre, diese Aufgabe zu übernehmen.
Leverkusens Meistermacher soll Chelsea zurück nach oben führen
Mit Alonso holt Chelsea einen Trainer, der in Leverkusen Clubgeschichte schrieb. In der Saison 2023/2024 führte der Spanier Bayer zur ersten deutschen Meisterschaft der Vereinsgeschichte, blieb in der Bundesliga ungeschlagen, gewann außerdem den DFB-Pokal und erreichte das Finale der Europa League.
Zuletzt war Alonso bei Real Madrid tätig, wo er Mitte Januar freigestellt wurde. In England war er darüber hinaus immer wieder als möglicher Kandidat beim FC Liverpool gehandelt worden. Dort steht Arne Slot jedoch weiterhin im Fokus. In Anfield dürfte man den Wechsel nach London mit Bedauern sehen, zumal viele Fans Alonso gern bei den Reds gesehen hätten.
Chelsea im freien Fall
Auf Alonso wartet an der Stamford Bridge eine große Aufgabe. Chelsea steckt sportlich seit geraumer Zeit in der Krise. Seit der Trennung von Thomas Tuchel im September 2022 hat der Club sieben Trainer verschlissen. Beim 0:1 im Pokalfinale gegen Manchester City stand bereits Interimstrainer Calum McFarlane an der Seitenlinie.
Die jüngste Saison verlief enttäuschend und war von gleich drei Trainerwechseln geprägt. In der Premier League kassierte Chelsea zuletzt erstmals seit 1993 sechs Niederlagen in Serie und erzielte dabei nur ein Tor bei 14 Gegentreffern. Erst mit dem 1:1 gegen den schwächelnden FC Liverpool stoppte das Team diesen Negativlauf.
Ein Sieg im FA Cup hätte den Blues zumindest die Teilnahme an der Europa League gesichert. Über die Liga ist das nur noch mit viel Hilfe möglich. Weil Manchester City bereits für die Champions League qualifiziert ist, wird der Europa-League-Platz des Pokalsiegers über die Tabelle vergeben. Platz sieben würde also reichen. Chelsea liegt allerdings zwei Spieltage vor Schluss vier Punkte hinter Brighton und muss daher auf Patzer der Konkurrenz hoffen sowie seine beiden verbleibenden Partien gewinnen.
Ob Alonso in London tatsächlich langfristig arbeiten kann, bleibt offen. Die Clubführung um Todd Boehly gilt nicht als besonders geduldig. Dennoch soll der Spanier nun nach chaotischen Jahren wieder Stabilität, eine klare Spielidee und vor allem sportlichen Erfolg zu Chelsea bringen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion