FCA vertagt Entscheidung über Baum – Gregoritsch tendiert zum Verbleib
Nach dem 0:4 des FC Augsburg zum Saisonabschluss bei Union Berlin wollte Sportdirektor Benjamin Weber zunächst keine Aussage zur Zukunft von Trainer Manuel Baum treffen. Unmittelbar nach der klaren Niederlage und dem verpassten Europapokal habe die Enttäuschung überwogen. Mit einem scherzhaften Verweis auf die Stimmungslage machte Weber deutlich, dass der Moment für Zukunftsfragen ungeeignet sei.
Die Ernüchterung über die deutliche Pleite saß tief. Weber räumte ein, dass das Team mit einem solchen Ausgang nicht gerechnet habe. Trotz des misslungenen Endes wollte er der Mannschaft die Feierlaune aber nicht nehmen. Platz neun und die beste Bundesliga-Rückrunde der Vereinsgeschichte seien aus seiner Sicht Grund genug, den Abend zu genießen.
Für ihn selbst stehen nun jedoch wichtige Gespräche an. In den kommenden Tagen will sich Weber mit Baum zusammensetzen. Dabei soll geklärt werden, ob der 46-Jährige Cheftrainer bleibt oder wieder in seine frühere Funktion als Leiter für Entwicklung und Fußball-Innovation zurückkehrt.
Baum kündigt zeitnahe Entscheidung an
Baum erklärte, er wolle sich am Sonntag intensiv mit seiner Zukunft befassen und zeitnah zu einem Ergebnis kommen. Für ihn stehe dabei vor allem eine Frage im Mittelpunkt: Was ist das Beste für den Verein? Zugleich ließ er durchblicken, dass er bereits eine Tendenz habe, ohne diese genauer zu benennen.
Auch die Augsburger Verantwortlichen vermieden zunächst ein eindeutiges Bekenntnis. Weber betonte zwar, dass die sportliche Leitung ebenso wie die Spieler mit Baums Arbeit sehr zufrieden seien. Dennoch gehe es nicht nur um die aktuelle Lage, sondern auch darum, wie sich der Club künftig aufstellen wolle.

Klar ist: Seit seiner Übernahme im Dezember hat Baum die Mannschaft stabilisiert. Nach dem schwachen Saisonbeginn unter Sandro Wagner entwickelte sich Augsburg deutlich und feierte unter anderem zwei Siege gegen Bayer Leverkusen sowie einen Erfolg gegen den FC Bayern.
Gregoritsch fühlt sich in Augsburg wohl
Innerhalb der Mannschaft genießt Baum hohes Ansehen. Vor allem seine Art kommt bei den Profis gut an. Stürmer Michael Gregoritsch lobte den Trainer als feinen Menschen und sehr guten Coach. Die Rückrunde habe der Mannschaft großen Spaß gemacht, ebenso die Trainingseinheiten. Zudem habe Baum immer wieder für Freiräume gesorgt.
Offen ist auch die Zukunft von Gregoritsch selbst. Der von Bröndby IF ausgeliehene Angreifer besitzt beim FCA eine Kaufoption. Der Österreicher wünscht sich vor Beginn der WM-Vorbereitung Klarheit. Viel spricht derzeit für einen Verbleib. Gregoritsch betonte, dass er sich in den vergangenen Monaten sehr wohlgefühlt habe und den Verein sportlich auf einem starken Weg sehe. Beide Seiten wüssten, was sie voneinander erwarten, weshalb eine Entscheidung wohl nicht mehr lange auf sich warten lasse.
Der Ausgang der Trainerfrage könnte dabei ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Gregoritsch erzielte in der Rückrunde sechs Tore.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion