Fußball

Nach Hoeneß-Hammer: Jetzt reagiert Eberl

Nächster Bayern-Wink? Bei Eberl deutet alles auf Verlängerung hin – und auch ein zweiter Vorstand darf hoffen.

03.08.2026, 05:22 Uhr

Sportvorstand Max Eberl hat sich beim FC Bayern über das öffentliche Lob von Uli Hoeneß erfreut gezeigt. Der Ehrenpräsident hatte die bisherige Transferphase als „perfekt“ bezeichnet und die Chancen auf eine Vertragsverlängerung Eberls mit „100 Prozent“ bewertet. In Südkorea reagierte Eberl darauf sichtbar zufrieden.

„Entscheiden wird am Ende der Aufsichtsrat“

Die Worte von Hoeneß hätten ihn natürlich gefreut, sagte Eberl auf der Terrasse des Mannschaftshotels. Anerkennung höre schließlich jeder lieber als Kritik. Zugleich betonte der 52-Jährige, dass er beim FC Bayern einfach versuche, seine Arbeit so gut wie möglich zu machen und die Verantwortlichen davon zu überzeugen, dass er die richtige Besetzung sei. Über seine Zukunft entscheide letztlich jedoch der Aufsichtsrat.

Eberls Vertrag läuft ebenso wie der von Vorstandschef Jan-Christian Dreesen bis zum Sommer 2027. Noch in diesem Jahr soll geklärt werden, wie es auf den wichtigsten Führungspositionen weitergeht. Als möglicher Termin für eine Entscheidung wurde zuletzt der August genannt, denkbar ist aber auch eine spätere Klärung im November. Eberl machte deutlich, dass er für Gespräche bereit sei, falls der Verein mit ihm weitermachen wolle. Im Amt ist er seit März 2024.

Rückendeckung auch von Hainer

Auch Präsident und Aufsichtsratschef Herbert Hainer äußerte sich auf der südkoreanischen Insel Jeju positiv. Er gehe davon aus, dass Hoeneß vor allem die aktuelle Transferperiode gemeint habe, mit der man sehr zufrieden sei. Hainer zeigte sich überzeugt, dass der Aufsichtsrat zu gegebener Zeit eine gute Entscheidung treffen werde. Das gelte nicht nur für Eberl, sondern ebenso für Dreesen, dessen Vertragsverlängerung ebenfalls ansteht und mit dessen Arbeit man im Verein genauso zufrieden sei.

FC Bayern in Südkorea
Der frühere Bayern-Profi Giovane Elber gibt Autogramme am Flughafen. Quelle: Christian Kunz/dpa

Millionen für Neuzugänge – und hohe Einnahmen durch Verkäufe

In diesem Transfersommer verpflichteten die Münchner den deutschen Nationalspieler Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt sowie den marokkanischen WM-Teilnehmer Ismael Saibari von PSV Eindhoven. Für beide Spieler sollen jeweils rund 50 Millionen Euro fällig geworden sein. Gleichzeitig nahm der Club durch den Verkauf von Ergänzungsspielern bereits deutlich mehr als 30 Millionen Euro ein.

Eberl sieht einen klaren Plan im Kader

Nach Einschätzung des Sportvorstands ist ein Kader entstanden, der Perspektive bietet und Spielraum für positive Entwicklung lässt. Gemeinsam mit Sportdirektor Christoph Freund und Trainer Vincent Kompany sei man mit dem derzeitigen Stand sehr zufrieden. Zwar wolle der Verein noch weitere Spieler abgeben, dennoch habe man schon jetzt beachtliche Transfererlöse erzielt.

Fragezeichen hinter Palhinha, Boey und Zaragoza

Zu den Kandidaten für einen Abschied zählen weiterhin die von Leihen zurückgekehrten João Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza. Palhinha und Boey besitzen in München noch Verträge bis 2028, Zaragoza sogar bis 2029. Eberl hofft, dass sich durch weitere Bewegungen auf dem noch länger geöffneten Transfermarkt das Interesse an diesem Trio erhöht. Trainer Vincent Kompany plant nach aktuellem Stand nicht mit ihnen für die kommende Saison.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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