Der Nürnberger Angreifer Mohamed Ali Zoma ist für die kommenden Partien in der Nations League in den Kader der italienischen Nationalmannschaft berufen worden. Der neue Nationaltrainer Roberto Mancini nominierte den 22-Jährigen vom Zweitligisten 1. FC Nürnberg für sein insgesamt 34 Spieler umfassendes Aufgebot, wie der italienische Verband bekanntgab.
„Weil ich in Italien geboren wurde und dort auch meine ersten Schritte im Fußball gemacht habe, erfüllt sich für mich jetzt ein Traum aus meiner Kindheit“, erklärte Zoma in einer Mitteilung seines Vereins. Es sei für ihn eine große Auszeichnung, Italien auf internationaler Ebene vertreten zu dürfen, zudem sei er sehr dankbar für diese Möglichkeit. Aufgrund seiner familiären Herkunft käme der in der Lombardei geborene Offensivspieler grundsätzlich auch für die Elfenbeinküste oder Burkina Faso infrage.
Zoma war im Sommer 2025 nach Nürnberg gewechselt. In seiner Premierensaison für die Franken kam er auf 14 Tore in 29 Spielen. Auch in der aktuellen Zweitliga-Spielzeit präsentiert sich der Stürmer treffsicher und erzielte in den ersten fünf Einsätzen bereits fünf Treffer.
Nürnbergs Sportvorstand Joti Chatzialexiou sieht in der Nominierung ein wichtiges Signal: Zoma sei ein Beispiel dafür, dass selbst Spieler aus der 2. Bundesliga den Sprung in eine große Nationalmannschaft schaffen können. Schon in der Sommerpause hatten laut Medienberichten mehrere international renommierte Vereine Interesse an dem Angreifer gezeigt.
Italien im Wandel
Neben Zoma steht mit Samuele Inacio von Borussia Dortmund ein weiterer in Deutschland aktiver Profi im Kader der Squadra Azzurra.
Der italienische Fußball befindet sich weiterhin in einer schwierigen Phase. Der viermalige Weltmeister hatte im Frühjahr zum dritten Mal nacheinander die Qualifikation für eine Weltmeisterschaft verpasst. Der bislang einzige große Erfolg der jüngeren Vergangenheit bleibt der EM-Titel 2021, damals ebenfalls unter Trainer Mancini. Der 61-Jährige hatte im Juli das Amt von Gennaro Gattuso übernommen.
In der Nations League bekommt es Italien mit Belgien, Frankreich und zweimal der Türkei zu tun. Nach dem erneuten Verpassen der WM-Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada läuft bei der Nationalmannschaft weiterhin ein größerer Umbruch.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber