Eberl hält auch sehr teure Bayern-Transfers für möglich
Bayerns Sportvorstand Max Eberl traut dem FC Bayern trotz der finanzstarken Konkurrenz auch künftig Transfers im Bereich von 100 Millionen Euro zu. Im Gespräch mit der Sport Bild betonte der 52-Jährige, der Verein habe mit der Verpflichtung von Harry Kane bereits gezeigt, welche Möglichkeiten vorhanden seien. Wenn die Verantwortlichen von einem Spieler überzeugt seien, könne Bayern auch große Summen investieren. Solche Entscheidungen wolle man jedoch mit Augenmaß treffen.
Grundsätzlich setze der deutsche Rekordmeister auf Spieler, die sofort helfen können, Titel zu gewinnen. Gleichzeitig sollen weiterhin Talente aus dem eigenen Nachwuchs eingebaut werden, damit sie sich gemeinsam mit der Mannschaft entwickeln.
Barcola war den Münchnern zu teuer
Im Werben um internationale Topspieler ist Bayern nach Eberls Worten jedoch nicht bereit, jeden Preis mitzugehen. So habe sich der Club auch mit Offensivmann Bradley Barcola beschäftigt. Letztlich zog es den Franzosen aber für 125 Millionen Euro von Paris Saint-Germain zum FC Liverpool. Eine Größenordnung, die aus Sicht der Münchner zu hoch gewesen sei.
Mit den Neuzugängen Nathaniel Brown, Ismael Saibari und Bara Sapoko Ndiaye sieht Eberl den Kader dennoch gut gerüstet – auch mit Blick auf die kommende Champions-League-Saison. Für Bayern beginnt diese am Donnerstag mit einem Heimspiel gegen den norwegischen Außenseiter FK Bodø/Glimt. Eberl hob hervor, dass die Mannschaft jünger und beweglicher geworden sei und besonders bei Tempo, Kreativität und Vielseitigkeit zugelegt habe.
Olise soll in München bleiben
Gerüchte über das Interesse anderer Spitzenclubs an Michael Olise bewertet Eberl gelassen. Eine feste Schmerzgrenze für den Franzosen gebe es nicht. Gerade das sei ein Vorteil des FC Bayern: Der Verein müsse sich nicht bei jeder hohen Offerte zum Verkauf gedrängt fühlen.
Trotz des noch bis 2029 laufenden Vertrags wünschen sich die Münchner mittelfristig Klarheit. Spätestens bis zum nächsten Sommer soll erkennbar sein, ob von Olise die Bereitschaft zu einer Verlängerung besteht.
Deutliche Worte zu Freund-Gerüchten
Auch zu Berichten über ein angeblich angespanntes Verhältnis zu Sportdirektor Christoph Freund äußerte sich Eberl klar. Diese Darstellung sei völliger Unsinn und für ihn nicht nachvollziehbar. Nach seinen Worten funktioniere die Zusammenarbeit sehr gut. Zudem zeigte er sich zuversichtlich, dass auch eine Vertragsverlängerung von Freund ohne großes Aufsehen zügig geregelt werden könne.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber