Bayern sieht Transferplanung als abgeschlossen an
Der FC Bayern München will in diesem Sommer nach aktuellem Stand keine weiteren Spieler verpflichten. Sportvorstand Max Eberl sagte, er habe über viele Spekulationen rund um mögliche Transfers in den vergangenen Monaten eher schmunzeln müssen. Mit den Verpflichtungen von Nathaniel Brown, der am Mittwoch in Rottach-Egern vorgestellt wurde und von Eintracht Frankfurt kommt, sowie Ismael Saibari von PSV Eindhoven habe der Club die offenen Baustellen sehr schnell geschlossen. Für die beiden Neuzugänge wurden dem Vernehmen nach jeweils rund 50 Millionen Euro fällig. Damit sei der Kader auf der Einkaufsseite im Grunde komplett.
Eberl weist viele Gerüchte zurück
Eberl machte deutlich, dass zahlreiche Namen, die in Medien mit Bayern in Verbindung gebracht worden waren, aus seiner Sicht nie ernsthaft eine Rolle gespielt hätten. Besonders amüsant sei für ihn gewesen, wenn anschließend von einer "Transferschlappe" die Rede gewesen sei, sobald sich ein Spieler für einen anderen Verein entschieden habe. Nach seinen Worten habe an vielen dieser Spekulationen "tatsächlich null Prozent" dran gewesen.
Entscheidung über Eberls Zukunft steht noch aus
Offen bleibt, wie es für Eberl selbst beim Rekordmeister weitergeht. Sein Vertrag läuft derzeit bis 2027, über eine mögliche Verlängerung muss der Aufsichtsrat entscheiden. Der 52-Jährige erklärte, er sei dafür nicht der richtige Ansprechpartner. Seine Aufgabe sei es, seit inzwischen zwei Jahren einen Kader zusammenzustellen, der sportlichen Erfolg bringen könne, Werte vermittle und Spieler umfasse, mit denen sich die Fans identifizieren könnten. Zudem gehe es darum, einen Fußball zu entwickeln, der die Menschen mitnehme und ihnen Freude bereite. Über alles Weitere werde dann der Verein befinden.

Verhältnis zu Hoeneß laut Eberl intakt
Im Mai hatte Ehrenpräsident Uli Hoeneß trotz einer grundsätzlichen Tendenz zur Verlängerung noch von "Zweifeln" gesprochen. Eberl versicherte nun, dass der Austausch mit Hoeneß gut verlaufe. Wenn er mit Hoeneß spreche, dann werde offen geredet, sagte er. Es gebe keinen Anlass zur Sorge, alles sei in Ordnung.
Für drei Rückkehrer gibt es wohl keine Perspektive
Zugleich bestätigte Eberl, dass Bayern bei drei Leihrückkehrern nicht mehr mit einer Zukunft in München plant: João Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza sollen den Verein verlassen. Zwar respektiere der Club die bestehenden Verträge – Palhinha und Boey sind bis 2028 gebunden, Zaragoza bis 2029. Dennoch sehe es so aus, dass diese drei beim FC Bayern keine Perspektive mehr hätten. Sollte sich einer von ihnen dennoch für einen Verbleib entscheiden, werde die Situation schwierig, weil er sportlich kaum eine Rolle spielen würde.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber