Fußball

DFB wälzt Polizeikosten jetzt auf Vereine ab

Polizeikosten für Risikospiele: Ein weiteres Bundesland will Vereine zahlen lassen – jetzt zieht der DFB eine harte Linie.

11.09.2026, 12:48 Uhr

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will mögliche Zusatzkosten für Polizeieinsätze bei sogenannten Hochrisikospielen künftig nicht selbst tragen. Falls der Verband per Gebührenbescheid zur Kasse gebeten wird, sollen die Kosten nach einem Beschluss des DFB-Präsidiums zumindest teilweise an den jeweiligen Heimverein weitergereicht werden.

Anlass für diese Entscheidung ist eine vom Bundesverfassungsgericht bestätigte Regelung in Bremen. Diese sieht vor, dass Gebühren bei Hochrisikoveranstaltungen grundsätzlich zulässig sind. Da auch das Saarland derzeit eine ähnliche Vorschrift vorbereitet, hat der DFB nun frühzeitig festgelegt, wie eine mögliche finanzielle Belastung intern verteilt werden soll.

Trotzdem lehnt der Verband die Erhebung solcher Polizeikosten weiterhin grundsätzlich ab. DFB-Präsident Bernd Neuendorf erklärte, eine Gebührenregelung sei aus Sicht des Verbandes nicht der richtige Weg. Stattdessen müsse es das gemeinsame Ziel von Politik, Polizei, Verbänden und Vereinen sein, die Sicherheitslage rund um Fußballspiele zu verbessern und die Zahl der erforderlichen Einsatzstunden zu senken. Beides werde durch zusätzliche Gebühren nicht erreicht. Der DFB setze deshalb weiterhin auf eine enge und kooperative Zusammenarbeit mit Politik und Sicherheitsbehörden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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